Ein Mann stiehlt einer Frau an einer Bus- und Straßenbahnhaltestelle eine Handtasche.
Fast 17.000 Anzeigen wegen Körperverletzung gab es im Jahr 2016 in Sachsen-Anhalt, mehr als 1.000 wurden Zuwanderern zugeordnet. Bildrechte: dpa

Fragen und Antworten So viele Straftaten verüben Zuwanderer

Am 31. August 2015 sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Satz: "Wir schaffen das!". Er wurde zum Symbol für die deutsche Flüchtlingspolitik. Zwei Jahre nach den polarisierenden Worten ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. MDR SACHSEN-ANHALT hat die Kriminalitätsstatistik für das Land ausgewertet und die wichtigste Daten und Fakten zusammengetragen.

Ein Mann stiehlt einer Frau an einer Bus- und Straßenbahnhaltestelle eine Handtasche.
Fast 17.000 Anzeigen wegen Körperverletzung gab es im Jahr 2016 in Sachsen-Anhalt, mehr als 1.000 wurden Zuwanderern zugeordnet. Bildrechte: dpa

Ist die Kriminalitätsstatistik mit dem Zuzug von Flüchtlingen nach Sachsen-Anhalt erweitert worden?

Ja. Bis zum Jahr 2015 wurde in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik bei nichtdeutschen Tatverdächtigen lediglich der Aufenthaltsstatus "illegal" und "legal" erfasst. Seit dem 1. Januar 2016 erfolgt die Erfassung nichtdeutscher Tatverdächtiger auch als "Zuwanderer". Damit sind nach Angaben des Innenministeriums unter anderem Personen gemeint, die sich als Asylbewerber oder Bürgerkriegsflüchtling in Sachsen-Anhalt aufhalten.

In welchem Umfang waren Zuwanderer an den registrierten Straftaten beteiligt?

In der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik werden insgesamt 196.464 Straftaten für das Jahr 2016 angegeben. Dazu kommt ein Dunkelfeld von unentdeckten oder nicht angezeigten Delikten. In der Kategorie "Zuwanderer" sind 15.344 Straftaten erfasst. Dabei handelt es sich überwiegend um Verstöße gegen ausländerrechtliche Bestimmungen. So wird beispielsweise die illegale Einreise nach Deutschland in der Statistik als Straftat mitgezählt. Wenn man die Verstöße gegen ausländerrechtliche Bestimmungen herausrechnet, reduziert sich die Zahl der Delikte, die von Zuwanderern begangen wurden, auf 6.122 Straftaten im Jahr 2016. Im ersten Halbjahr 2017 waren es 4.161 Straftaten.

In der Kriminalitätsstatistik fallen u.a. Ladendiebstähle unter den Begriff "Massenkriminalität". Welchen Anteil haben Zuwanderer an diesen Straftaten?

Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr 10.720 Ladendiebstähle. 1.089 dieser Diebstähle werden Zuwanderern zugeordnet. Ein weiteres Delikt, das oft von Zuwanderern begangen wird, ist das Schwarzfahren. Hier gab es 4.016 Fälle insgesamt, 951 dieser Straftaten werden Zuwanderern angelastet. 713 Fälle waren es im ersten Halbjahr 2017.

Wie sieht die Situation bei Gewalttaten aus?

Bei der Polizei sind im Jahr 2016 exakt 16.644 Anzeigen wegen Körperverletzung eingegangen. In der Kriminalitätsstatistik werden solche Straftaten in 1.310 Fällen Zuwanderern zugeordnet. Außerdem gab es im vergangenen Jahr 106 Straftaten gegen das Leben, also Mord oder Totschlag. Sieben dieser Straftaten wurden von Zuwanderern verübt. 15 Fälle gab es im ersten Halbjahr 2017.

Welchen Anteil haben Zuwanderer an Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung?

In Sachsen-Anhalt gab es im vergangenen Jahr 1.480 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. In 102 Fällen gelten Zuwanderer als Tatverdächtige. Schaut man sich die Kategorie genauer an, ergibt sich folgendes Bild: Im Jahr 2016 gab es 523 Fälle von Vergewaltigungen und sexueller Nötigung. 20 Vergewaltigungen und 35 sexuelle Nötigungen werden Zuwanderern zugeordnet.

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 29.08.2017 | 12:00 Uhr

Quelle: MDR/sp

Zuletzt aktualisiert: 29. August 2017, 15:20 Uhr

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31 Kommentare

01.09.2017 09:28 Ekkehard Kohfeld 31

sir-charles 29 Genannte Beispiele, der klauende Roma. als EU-Bürger, vermutlich christlichen Glaubens, fällt nicht unter „Merkels Einladung“
Der Auto-Klau aus Polen ist vermutlich stramm katholisch, fällt ebenfalls nicht unter „Merkels Einladung“
Der Chrystal Meth Versorger aus Tschechien hat vermutlich auch keine islamischen Wurzeln.
Und Einbruchsbanden aus Bulgarien haben ....Aber der Islam ist Schuld.##Sie können einem Leid tun wenn sie die Zusammenhänge nicht verstehen oder ist das wieder ein plumper Versuch von Schönreden nein die von ihnen aufgeführten haben nichts mit dem Islam zu tun das behauptet doch niemand sondern mit der Willkommenskultur und alle Grenzen offen und ja das hat Merkel mit zu verantworten.

31.08.2017 23:30 Mölle 30

Ein Komplexes Thema bei dem man sich schnell den Mund verbrennen kann,und dann wenn man anderer Meinung ist,schnell als Rassist bezeichnet wird.Ich habe täglich Situationen bei denen ich mit Ausländern bzw. Flüchtlingen zu tun habe,und da gibt es Nette Freundliche Menschen, Arrogante, und Kriminellem,nur die Art und Weise wie zum Beispiel Sexstraftaten durch Flüchtlinge begangen werden ist eben eine abartig andere,und das macht alle Deutschen Menschen eben wütend.Die meisten Straftaten von Ausländern oder Flüchtlingen werden in Gruppen begangen,und diese neue Gruppenkriminalität ist ihrer Ausführung extrem Fies und Hinterlistig. Antänzer die einen beklauen, Sexuelle Belästigung im Kreis damit die Frauen nicht wegkommen, was soll man da sich noch drüber freuen. Das Leben in Deutschland ist nicht mehr das Gleiche wie vor der Flüchtlingswelle. Man steigt in die Bahn und sobald so eine Masse dann zbs.mit Rucksäcken die Bahn betritt beschleicht mich ein ungutes Gefühl. Macht kein Spaß mehr.

30.08.2017 22:11 sir-charles 29

Ausländer ?
Jeder hat seine eigene Vorstellung davon.
Und Ausländer gibt es viele, weltweit. Aber jeder hat seine Vorstellung davon.

Genannte Beispiele, der klauende Roma. als EU-Bürger, vermutlich christlichen Glaubens, fällt nicht unter „Merkels Einladung“
Der Auto-Klau aus Polen ist vermutlich stramm katholisch, fällt ebenfalls nicht unter „Merkels Einladung“
Der Chrystal Meth Versorger aus Tschechien hat vermutlich auch keine islamischen Wurzeln.
Und Einbruchsbanden aus Bulgarien haben ....

Aber der Islam ist Schuld.

Aber man kann prima bei „Merkels Einladung“ Schnappatmung erzeugen.
Jeder kann sich seinen „Ausländer“ selber zusammen schnappatmen.

Hier kommt der offenbar obligatorische Hinweis auf die Wahl im Herbst.
Nur eine Alternative hätte hier den Durchblick.
Übrigens, außerhalb Deutschlands ist man selber Ausländer.

30.08.2017 21:34 aridus 28

An # 26 "Ekkehard Kohfeld": Nochmal erklärt, damit es auch Begriffsstutzige kapieren: In beiden Statistiken wird die Anzahl der StrafTATEN in Relation zu einer bestimmten Population gesetzt (100000 Ew. bzw, 34000 Flüchtlinge). Über die Anzahl der Tatverdächtigen in der jeweiligen Gruppe wird keine Aussage getroffen.

30.08.2017 17:41 bunter Rheinländer 27

Die negative Entwicklung in Sachsen-Anhalt läßt sich auch positiv darstellen: "Sachsen-Anhalt holt auf"

Der bundesweite Spitzenreiter im Negativtrend ist immer noch NRW, gefolgt von Berlin und Bremen.

Statt Kugelschreiber und anderes billiges Beiwerk sollten die Wahlkampfleute an den Ständen lieber mal Pfefferspray und Elektroschocker zur Selbstverteidigung an Mädchen und junge Frauen verteilen. Das stiftet wenigstens Nutzen. Laut Umfragen stehen derzeit Linke und Grüne immer noch gleich auf mit der AfD, d.h. die Schmerzgrenze ist noch lange nicht erreicht.

30.08.2017 17:33 Ekkehard Kohfeld 26

@ aridus 25 In der Stadt, in der ich lebe, gab es - auf 100000 Einwohner gerechnet - im Jahr 2016 ca. 12000 Straftaten. Würdest Du nun behaupten, 12 % der Einwohner dieser Stadt seien kriminell? Wohl kaum, denn das wäre absurd.##Ich weiss ja nicht aber wenn sie bei dieser Berechnung nicht zu dem Ergebnis kommen ist ihre Matheaufgabe falsch gelöst 6 setzen.

30.08.2017 15:48 aridus 25

An # 19: In der Stadt, in der ich lebe, gab es - auf 100000 Einwohner gerechnet - im Jahr 2016 ca. 12000 Straftaten. Würdest Du nun behaupten, 12 % der Einwohner dieser Stadt seien kriminell? Wohl kaum, denn das wäre absurd. Und ebenso absurd ist die "Berechnung", aus der Du folgerst, 18 % aller Flüchtlinge seien kriminell.

30.08.2017 15:16 Buergerx 24

Wann begreift der Mainstream und das Gutmenschentum und solche Dampfplauderer wie mattotaupa endlich, dass es nicht um irgendwelche (Prozent) Zahlen von Straftaten von irgendwelchen Bevölkerungsgruppen geht, sondern um zusätzliche Kriminalität im Land. Mal abgesehen davon, dass diese Statistiken immer zurechtgerückt werden. Keine Regierung der Welt hat das Recht die eigene Bevölkerung durch (illegale) Zuwanderung zu gefährden. Nur wir Westeuropäer sind so naiv und lassen uns das gefallen.

30.08.2017 15:15 Jürgen 23

mattotaupa 5 - Schön alter Indianerhäuptling, dass Sie ihre Reservatsausflüge für Einkäufe nutzen können. Ich jedenfalls möchte, dass dem deutschen Volk das Schicksal der indigenen Völker Nordamerikas erspart bleibt.

30.08.2017 14:54 gerd 22

Naja solange nicht der Täter Dingfest gemacht wurde und ermittelt tauchen diese doch in keiner Statistik auf und werden bei den Deutschen Zahlen mit untergejubelt alle bekannt diese Statistikverschönerung gabs einen ellenlangen Artikel bei Weltonline vor ein paar Wochen Lug und Trug diese Ausländerstatistik zur Kriminalität Diebstähle werden zu über 50 % nicht mehr angezeigt sexuelle Übergriffe aus einer Gruppe heraus nicht erfasst da Täter unbekannt, so sieht aus in der bunten Republik mit Wurzeln auch aus der DDR.