Sachsen-Anhalt

11. September in Sachsen-Anhalt : Ein Jahr nach Unwettern - Land wirbt für Versicherung

Vor einem Jahr hat ein Unwetter in Sachsen-Anhalt in kurzer Zeit schwere Schäden angerichtet. Besonders hart wurden von der Gewitterfront mit starkem Regen, Hagel und Tornados Orte zwischen Bernburg und Köthen getroffen. In Peißen, Biendorf und Scheuder deckte der Sturm zahlreiche Dächer ab.

Informationskampagne für besseren Schutz

Auch nach den Erfahrungen vom vergangenen Jahr sind die Sachsen-Anhalter nach Ansicht der Landesregierung noch immer zu wenig für die Folgen von Naturkatastrophen wie Hochwasser und Überschwemmung gerüstet. Deshalb gibt es seit kurzem eine Informationskampagne, die für Versicherungen gegen Unwetterschäden wirbt. Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte: "Mit ihr sollen die Menschen motiviert werden, ihre Häuser und Wohnungen mit einer Versicherung ausreichend zu schützen."

Nach dem verheerenden Unwetter 2011 hatte das Land kreditgünstige Darlehen gewährt. "Das könne jedoch keine Dauerlösung sein", sagte Haseloff. "Der Staat ist nicht dafür da, Eigenverantwortung abzunehmen."

Der Gesamtschaden der Unwetterschäden wurde damals auf rund 200 Millionen Euro geschätzt. Die Versicherungen haben nach eigenen Angaben etwa 150 Millionen Euro an Hausbesitzer ausgezahlt. Die meisten Schäden an Gebäuden konnten behoben werden.

Zuletzt aktualisiert: 11. September 2012, 22:10 Uhr

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