Sturm fegt nachts durch Baumkronen
In der Nacht zum Donnerstag erreichte der Sturm bereits den Brocken. Bildrechte: Matthias Strauß

Unwetterwarnung Orkanartiger Sturm fegt über den Harz

Das Sturmtief "Xavier" hat besonders den Harz getroffen. Touristen-Attraktionen haben reagiert: Die Kabinenseilbahn in Thale und die Seilhängebrücke mussten sicherheitshalber geschlossen werden. Im Laufe des Tages zur der Sturm über weite Teile Sachsen-Anhalts.

Sturm fegt nachts durch Baumkronen
In der Nacht zum Donnerstag erreichte der Sturm bereits den Brocken. Bildrechte: Matthias Strauß

Der Deutsche Wetterdienst hatte vor den unwetterartigen Böen in Teilen Sachsen-Anhalts gewarnt. Betroffen war vor allem der Harz, aber auch der Altmarkkreis Salzwedel und der Bördekreis. Im Laufe des Tages zogen die Böen über weite Teile des Landes hinweg. Es wurde die zweithöchste Warnstufe ausgerufen.

Vereinzelt laufen Menschen über eine Brücke
Die Seilhängebrücke wurde am Donnerstag geschlossen. Bildrechte: Matthias Strauß

Die Touristen-Attraktionen im Harz hatten reagiert, als der Sturm aufzog, wie ein Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT berichtet. Die Kabinenseilbahn zwischen Thale und dem Hexentanzplatz habe ihren Betrieb eingestellt.

Die Seilhängebrücke an der Rappbodetalsperre war zunächst trotz der Unwetterwarnung am Donnerstagmittag noch geöffnet. Am Nachmittag wurde sie sicherheitshalber ebenfalls geschlossen.

Die ersten Ausläufer des Sturmtiefs "Xavier" erreichten in der Nacht zum Donnerstag den Harz. Wie ein Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT berichtete, fegten Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde über den Brocken. Der Wetterdienst konnte auf Norddeutschlands höchstem Berg Spitzengeschwindigkeiten von knapp 180 Kilometern pro Stunde messen.

Erster Herbststurm im September

Vor drei Wochen zog der erste Herbststurm des Jahres über Sachsen-Anhalt hinweg. Besonders betroffen war der Brocken, auf dem Windspitzen von bis zu 148 Kilometern pro Stunde gemessen wurden. Einige Touristen waren von dem Herbststurm erwischt worden und hatten Probleme beim Abstieg. Besucher des Brockenhotels konnten ihre Heimreise vorerst nicht antreten. Der Sturm war auch in anderen Teilen des Landes zu spüren. So wurden in Querfurt Böen von 80 Kilometern pro Stunde gemessen.

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Quelle: MDR/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 05. Oktober 2017 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2017, 06:57 Uhr

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2 Kommentare

05.10.2017 19:30 Manner 2

Diese Menschen sind unverantwortlich. Mit ihrem "Wagemuth" bringen sie sich und auch die Menschen die sie aus einer mißlichen Lage befreien müssen in Gefahr

05.10.2017 09:05 Hannchen 1

Und wieder wird es irrwitzige Menschen geben, die trotz Warnungen da hoch marschieren und sich dann über's Wetter wundern.