Veranstaltungen

Halle : Landesmuseum für Vorgeschichte erweitert Ausstellung

Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle hat seine Dauerausstellung um weitere Epochen erweitert. Auf zusätzlichen 410 Quadratmetern werden rund 1.500 Exponate von der mittleren Bronzezeit bis zur vorrömischen Eisenzeit gezeigt. "Damit sind zum ersten Mal dauerhaft die wichtigsten Funde zwischen Harz und Ostsee zu sehen", sagte Landesarchäologe Harald Meller am Donnerstag bei der Präsentation der Schau. Insgesamt habe sich die Fläche der Dauerausstellung um ein Drittel auf über 1.650 Quadratmeter vergrößert. Seit Freitag steht die vergrößerte Ausstellung für Besucher offen.

"Glutgeboren" verdeutlicht Bedeutung des Feuers

Schwerter und Schilde aus dem 9. Jahrhundert vor Christus im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Sachsen-Anhalt)
Exponate der neuen Dauerschau: Schwerter und Schilde aus dem 9. Jahrhundert v.Chr.

Für den neuen Ausstellungsabschnitt unter dem Motto "Glutgeboren" werden nach Angaben des Museums bislang für Sonderausstellungen genutzte Räume verwendet. "Glutgeboren" verdeutliche die Bedeutung des Feuers für die Menschen der mittleren und späten Bronzezeit vor 3500 Jahren bis zur vorrömischen Eisenzeit vor 2000 Jahren. Ein Glanzpunkt der erweiterten Schau ist ein 2.900 Jahre alter Bronzeschatz mit Hals-, Arm- und Fußringen aus dem thüringischen Saalekreis. Außerdem ist das 2.500 Jahre alte Grab der "Fürstin von Trotha" zu sehen, das 1924 im gleichnamigen Halleschen Stadtteil entdeckt worden war. Die mit reichlich Schmuck ausgestattete Grablege war bereits Teil einer Sonderausstellung gewesen.

Hunderttausende Besucher seit 2008

Den Bronzefund unter einem Skelett mit mehr als 120 Schmuckteilen haben Archäologen um Grabungsleiter Klaus Powroznik im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) präsentiert.
Der 2.900 Jahre alte Bronzeschatz aus Thüringen ist einer der Glanzpunkte der neuen Dauerschau.

Das Landemuseum für Vorgeschichte Halle dokumentiert die Entwicklung der Menschheit in der heutigen Region Mitteldeutschland. Der Bestand der Sammlung umfasst rund 15 Millionen Fundstücke. Das Museum hat bisher vor allem mit seinen Sonderausstellungen zahlreiche Besucher angelockt. Seit der Eröffnung im Mai 2008 wurden mehr als 520.000 Gäste gezählt. Zu den erfolgreichsten Projekten zählte "Der geschmiedete Himmel" um die 3.600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra. Die Schau lockte 2004 bis 2005 rund 300.000 Besucher nach Halle. Nicht minder erfolgreich war die Landesausstellung "Pompeji - Katastrophen am Vesuv", die wegen des großen Andrangs um fast ein Jahr bis August 2012 verlängert worden war.

Zuletzt aktualisiert: 07. Dezember 2012, 12:19 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

Landesmuseum für Vorgeschichte

Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, Richard-Wagner-Str. 9
Öffnungszeiten:
Dienstag 9:00-19:30
Mittwoch bis Freitag 9:00-17:00 Uhr
Sonnabend, Sonntag und Feiertage 10:00-18:00 Uhr

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK