Dessau-Roßlau : Bauhaus-Ausstellung über Kibbuz-Bewegung
Die Stiftung Bauhaus Dessau zeigt von Donnerstag an eine neue Ausstellung, die sich mit dem Einfluss ehemaliger Bauhäusler auf die Kibbuz-Architektur in Israel beschäftigt. Wie die Stiftung erklärte, soll anhand von Fotos, Entwürfen und persönlichen Dokumenten der Einfluss der Bauhaus-Architektur auf die Kibbuz-Bewegung in Palästina nachgewiesen werden.
Bauhaus-Einflüsse auf Kibbuz-Bewegung
In vielen israelischen Dörfern sind noch heute die hellen Gemeinschaftsbauten ohne Dach und mit großen Fensterfronten zu finden. Die Kibbuzim sind vor 100 Jahren im ehemaligen Palästina gegründete Siedlungsformen. Wie auch das Bauhaus befassten sich deren Bewohner mit einer neuen Art des Zusammenlebens. Entworfen und gebaut wurden sie von jungen Architekten des Dessauer Bauhauses. Umgekehrt zog es 1920 israelische Architekten wie Shmuel Mestechkin und Arieh Sharon für ihre weitere Ausbildung nach Dessau. Später entwarfen sie in Israel Kibbuzim nach Bauhaus-Vorbild. Anhand von ausgewählten Biografien werden in der Ausstellung die Lebenswege dieser Bauhäusler aufgezeigt. Die Schau unter dem Motto "Kibbuz und Bauhaus - Pioniere des Kollektivs" wird bis 9. April 2012 zu sehen sein.

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