Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen : Rauch und Richter in Magdeburg
Die Malerei ist tot, es lebe die Malerei! Das Kunstmuseum Magdeburg zeigt jetzt bis Februar, wie lebendig die internationale Malerei heute ist und in wie vielen grundverschiedenen Positionen sie sich zeigt. Damit veranstaltet das Kunstmuseum seine erste Malerei-Ausstellung. Prominente Zugpferde der Ausstellung sind Neo Rauch und Gerhard Richter.
Im Zeitalter elektronischer Bilder ist die Malerei alles andere als tot. Das wollen die Kuratoren des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg in ihrer aktuellen Ausstellung "Heute, Malerei" zeigen. Die Schau zeigt zeitgenössische Bilder von Malern aus sechs Ländern. Die Ausstellung wurde am Sonntag offiziell eröffnet.
Aus Deutschland sind Bilder von Neo Rauch und Gerhard Richter zu sehen. Ein Bild von Richter zählt zu den teuersten der Welt. Erst am Freitag wurde es für mehr als 26 Millionen Euro in New York versteigert. Noch nie zuvor wurde so viel Geld für ein Bild eines noch lebenden Künstlers gezahlt. Auch die Werke von Neo Rauch sind bei Sammlern auf der ganzen Welt gefragt. Rauch hat seine Kindheit in Aschersleben verbracht. Heute kaufen Stars wie Brad Pitt seine Bilder.
Neben Richter und Rauch zeigen die US-amerikanischen Künstler Peter Halley und Jonathan Lasker sowie der Argentinier Fabian Marcaccio ihre Werke. Zur Eröffnung hatten sich Alicia Paz aus Mexiko sowie die Australierin Sarah McGinity angekündigt. Die internationalen Leihgaben kommen aus Privatbesitz sowie aus Sammlungen und Museen.
Mit ihrer Auswahl wollen die Kuratoren des Kunstmuseums den Besuchern zeigen, wie sich die Künstler angesichts der wieder gewonnenen Aufmerksamkeit für ihre Arbeit mit der Malerei auseinandersetzen. Insgesamt haben die Kuratoren wie Uwe Gellner und Annegret Laabs dafür zehn malerische Positionen zusammengestellt. Gellner sagte im Vorfeld, es hätten auch 30 oder 40 Künstler sein können. Die Kuratoren aber wollten von jedem Künstler nicht nur ein Bild, sondern je eine kleine Werkgruppe ausstellen.
Kuratorin Annegret Laabs erklärte, die Ausstellung führe Positionen vor Augen, nach denen die Künstler ihre eigenen Bilder entwickeln - ohne sich dabei speziellen Tendenzen, Schulen oder Generationen zu verpflichten. Heute habe die Malerei wieder an Bedeutung gewonnen, nachdem sie noch vor wenigen Jahren für nicht mehr zeitgemäß erklärt worden sei. In Zukunft werde sich zeigen, was Malerei in die Zeit der Vorherrschaft medialer Bilder einbringe und auch, was Malerei dabei hinzugewinnen könne.
Es ist die erste Ausstellung zum Thema Malerei in dem Museum, das überwiegend Skulpturen und Installationen zeigt. Gezeigt werden die Bilder bis Februar nächsten Jahres.
Links ins WWW
Der MDR ist nicht für den Inhalt externer Internetseiten verantwortlich!

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.