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Grafik-Ausstellung : Rauch-Schau in Aschersleben zündet nicht

Die seit Juli laufende Ausstellung mit Grafiken von Neo Rauch in Ascherleben hat bisher keinen Massenansturm erfahren. Wie Christiane Wisniewski von der Grafikstiftung Neo Rauch mitteilte, haben bisher 3.700 Besucher die Schau in der Heimatstadt des Künstlers gesehen. Angesichts der Tatsache, dass Ausstellungen mit Rauch-Bildern in großen deutschen Städten innerhalb weniger Monate oft sechsstellige Gästezahlen verzeichnen, ist das nicht viel. Zum Vergleich: Allein die 2010 laufende Ausstellung mit Rauch-Bildern in der Münchener Pinakothek der Moderne hatte binnen vier Monaten mehr als 165.000 Besucher. Eine parallel laufende Rauch-Schau im Museum der bildenden Künste in Leipzig verzeichnete 99.000 Gäste.

Für Aschersleben gut besucht

Neo Rauch und Ehefrau Rosa Loy in einer Ausstellung von Neo Rauch in Aschersleben. (06/2012)
Neo Rauch und seine Frau Rosa Loy während der Ausstellungseröffnung.

Wisniewski ist dennoch zufrieden: Die Besucherzahl in Aschersleben übertreffe sogar die vorab gemachten Kalkulationen, sagte sie. Die Stadt sei üblicherweise kein Ziel für Touristen. Dennoch habe die aktuelle Rauch-Ausstellung vor allem Interessierte von außerhalb angezogen. Laut der aktuellen Besucherstatistik reisten viele Gäste extra aus Leipzig, Berlin, München und Wolfsburg nach Aschersleben, um die Grafiken des weltberühmten Malers zu sehen. Die aktuelle Schau zeigt noch bis zum 3. März kommenden Jahres 29 Blätter aus dem grafischen Gesamtwerk Neo Rauchs. Ab 16. März soll eine neue Ausstellung mit neuen Arbeiten des 52-Jährigen im Riegelbau des Ascherslebener Bestehornpark gezeigt werden.

Galerie: Neo Rauch - Back to the roots

Der Leipziger Maler Neo Rauch (l) und Ascherlebens Oberbürgermeister Andreas Michelmann. Neo Rauch, Aschersleben Neo Rauchs Meisterschüler auf Gartenschau

Bei einer Schau seiner Meisterschüler und in Sektlaune wurde die Idee zur "Grafikstiftung Neo Rauch in Aschersleben" geboren. Jetzt ist sie Wirklichkeit geworden. [Bilder]


Geschenk an die Heimatstadt

Neo Rauch hatte Aschersleben aus persönlicher Verbundenheit eine komplette Auflage seines seit 1993 entstandenen grafischen Werks geschenkt. Eine gemeinsame Stiftung von Stadt und Künstler kümmert sich seither um die Grafiken. Der 1960 in Leipzig geborene Rauch hatte seine Kindheit und Jugend in Aschersleben verbracht. Seine Eltern waren einen Monat nach seiner Geburt bei einem Autounfall gestorben, weshalb er bei seinen Großeltern aufwuchs.  Nach dem Abitur ging Rauch nach Leipzig, wo er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studierte. Rauch gilt als einer der bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstler und Wegbereiter der "Neuen Leipziger Schule", einer Strömung der modernen Malerei.

Zuletzt aktualisiert: 26. Dezember 2012, 14:11 Uhr

2. Der Klaus:
Is eben Geschmackssache. Als die Impressionisten aus NY in Berlin waren, standen die Leute Stunden für eine Eintrittskarte an
27.12.2012
10:46 Uhr
1. Ein Wolfner:
Wer ist "Rauch"?
26.12.2012
18:20 Uhr

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