Dessau-Roßlau : 21. Kurt-Weill-Fest ist New York gewidmet
Unter dem Motto "New York, New York!" widmet sich das 21. Kurt-Weill-Fest der US-Metropole und letzten Lebensstation des deutsch-amerikanischen Komponisten. Damit geht der musikalische Städte-Dreisprung des Kurt-Weill-Festes zu den Lebens- und Arbeitsstationen des Komponisten im kommenden Jahr zu Ende. In den vergangenen Jahren trug das Festival die Titel "Berlin im Licht" und "Hommage à Paris".
Das 21. Kurt-Weill-Fest in Dessau widmet sich im kommenden Jahr dem Leben und Werk des Komponisten in New York. Weill feierte einst am Broadway große Erfolge. Wie die Organisatoren in Dessau-Roßlau mitteilten, beleuchtet das Festival diese Lebensstation vom 22. Februar bis zum 10. März 2013.
Unter dem Motto "New York, New York!" werden mehr als 50 Veranstaltungen geboten. An 17 Spielstätten in Dessau-Roßlau, Bitterfeld und Wittenberg sind zahlreiche Konzerte sowie Filme und Liederabende geplant. Dazu werden Künstler aus dem In- und Ausland erwartet. Der Kartenvorverkauf startet am 7. November 2012.
Klassiker treffen auf Moderne
Laut Weill-Gesellschaft wird das Festival mit einem Broadway-Galakonzert mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz eröffnet. Zu den Höhepunkten des Programms gehöre Weills Komposition "Die Dreigroschenoper", wozu Bertolt Brecht den Text schrieb. Als europäische Erstaufführung komme zudem "Die Verheißung" nach dem Oratorium "Der Weg der Verheißung" von Weill auf die Bühne.
Berlin, Paris, New-York - Lebensstationen Weills im Fokus
2012 war das Dessauer Festival Weills Zeit in Paris gewidmet, wohin er auf der Flucht vor den Nazis aus Deutschland von Berlin aus ins Exil gegangen war. 2011 beleuchtete das Festival seine Zeit in jungen Jahren in Berlin. New York als Festivalthema ist der dritte Teil seiner wichtigen Lebensstationen. 1935 war Weill mit seiner Frau Lotte Lenya von Paris aus nach New York gegangen, wo er 1950 starb. Im 30-jährigen Schaffen des Komponisten ist diese Station mit 15 Jahren die längste in Weills Leben gewesen.
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Kurt Weill
Kurt Weill wurde als Sohn des Kantors der Dessauer jüdischen Gemeinde am 2. März 1900 geboren. 1918 begann er in Berlin sein Musikstudium. 1927 lernte Weill Bertolt Brecht (1898-1956) kennen. Spätestens nach dem Erfolg der zusammen mit Brecht erarbeiteten "Dreigroschenoper" gehörte Weill zu den bekanntesten Komponisten seiner Generation. Weill lebte nach seiner Flucht vor der Nazi-Diktatur in Deutschland von März 1933 bis September 1935 in Paris. Von dort aus zog er 1935 mit seiner Ehefrau Lotte Lenya nach New York, wo sich Weill als Theaterkomponist etablierte. Kurt Weill starb am 3. April 1950 an einem Herzinfarkt in New York.

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