Winckelmann-Museum Stendal : Neue Schau beleuchtet Winckelmanns Rom-Zeit
Das Stendaler Winckelmann-Museum stellt das Leben und Wirken seines Namensgebers Johann Joachim Winckelmann in Rom in den Mittelpunkt einer neuen Ausstellung. Wie das Museum auf seiner Internet-Seite bekanntgab, wird die Schau "Wo wahre Freiheit wohnt - Winckelmanns Rom" bis zum 7. April 2013 die Karriere des Archäologen in der italienischen Metropole nachzeichnen.
Oberaufseher für die Altertümer in Rom
Der aus Stendal stammende Winckelmann war 1755 nach Rom gekommen. Dort brachte er es in kurzer Zeit zu einem der bis heute berühmtesten Altertumswissenschaftler. Diesen Erfolg verdankte er Maßgeblich seinen guten Kontakten zu Papst Clemens XIII., der ihn zum Oberaufseher für die Altertümer in Rom ernannte. Nach Angaben des Museums gibt die neue Ausstellung einen Überblick über Wirkungsorte, Freunde und Erfolge des Wissenschaftlers. Vorgelesene Zitate aus Briefen Winckelmanns würden darüber hinaus einen Einblick in seinen Alltag geben.
Begründer der wissenschaftlichen Archäologie
Winckelmann, der als der Begründer der wissenschaftlichen Archäologie und der Kunstgeschichte gilt, war 1717 in Stendal als Sohn eines Schusters geboren worden. Dank der Förderung des Rektors der örtlichen Lateinschule und ein späteres Stipendium studierte er Theologie in Halle und Medizin in Jena. Als Bibliothekar des Grafen Heinrich von Bünau in Nöthnitz bei Dresden lernte Winckelmann später den päpstlichen Nuntius kennen, der ihn nach Rom einlud, wo er Karriere machte. In vier Reisen 1758, 1762, 1764 und 1767 besuchte Winckelmann Neapel und Pompeji und sammelte auf diesen Reisen Material für seine künftigen Schriften. 1768 reiste Winckelmann nach Deutschland. Bei seiner Rückkehr wurde er in Triest ermordet.
Das 1955 gegründete Winckelmann-Museum widmet sich dem Leben und Schaffen des Archäologen. Bekannt ist es vor allem durch den Nachbau des Trojanischen Pferdes. Das Holzpferd ist 15 Meter hoch, begehbar und wiegt 45 Tonnen.
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