Maximilian Jansen (l) vom HFC und Magdeburgs Nicolas Hebisch
Bildrechte: Jens Wolf/dpa

Fußball | 3. Liga HFC hofft auf Geschenk im 80. Derby

Maximilian Jansen (l) vom HFC und Magdeburgs Nicolas Hebisch
Bildrechte: Jens Wolf/dpa

Der 1. FC Magdeburg hat vor vier Wochen die Feierlichkeiten zahlreicher Ostklubs eröffnet. Im Winter 1965/ 66 entstanden in der DDR elf Fußballvereine, die dieser Tage alle ihr 50. Jubiläum feiern. Am Dienstag beendet der Hallesche FC die Reihe der Geburtstage. Doch beschenken wollen sich die Rot-Weißen schon am Sonntag - mit einem Heimsieg im Derby gegen den 1. FC Magdeburg.

Auch das Spiel selbst erlebt ein Jubiläum: Es ist das 80. Punktspiel zwischen dem HFC und dem FCM und ihren Vorgängervereinen. In der Bilanz liegen die Blau-Weißen dabei klar vorne. 37 Mal ging der 1. FC Magdeburg als Sieger vom Platz. 25 Spiele gewann der HFC, 18 Partien endeten Unentschieden. Doch im eigenen Stadion liegt der Vorteil beim HFC. In den bisher 38 Partien siegte Halle 17 Mal, sieben Mal jubelte der FCM. Drei Spiele wurden auf neutralem Platz gespielt.

Krügel wechselt die Seiten

Magdeburgs Trainer Heinz Krügel (1969)
Heinz Krügel war in Halle und Magdeburg erfolgreich. Bildrechte: dpa

Am 30. Oktober 1955 trafen die beiden Vereine erstmals in einem Punktspiel aufeinander, allerdings noch unter anderen Namen. Damals unterlag Aufbau Magdeburg mit 2:3 dem SC Chemie Halle-Leuna durch. Nach der Neugründung trafen beide Mannschaften im April 1966 zum ersten Mal aufeinander.

Beim 0:0 in Halle hieß der Trainer der Rot-Weißen Heinz Krügel. Am Ende der Saison wechselte er die Seiten und führte den 1. FC Magdeburg später an die Spitze Europas.

Überläufer bringen den Sieg

Auch Klaus Urbanczyk war später für beide Vereine als Trainer verantwortlich. Zudem liefen elf Spieler für Magdeburg und Halle auf, darunter Dirk Hannemann, Adolphus Ofodile oder Telmo Teixeira-Rebelo. Aktuell gibt es zwei Magdeburger, die früher das HFC-Trikot trugen: Christian Beck und Niklas Brandt. Beide waren im Hinspiel entscheidend daran beteiligt, dass sich der FCM mit 2:1 durchsetzen konnte.

Den höchsten Sieg feierten die Blau-Weißen in der Oberliga-Saison 2000/2001. Im eigenen Stadion wurde der Hallesche FC mit 7:0 deklassiert. Auch das Rückspiel gewann Magdeburg mit 5:1. Der höchste hallesche Sieg datiert aus dem Jahr 1979. Im Kurt-Wabbel-Stadion lautete der Endstand damals ebenfalls 5:1.

Tor, 2:1 fuer Magdeburg, wieder trifft Christian Beck (11, FCM) fuer seine Farben und jubelt ausgiebig.
Christian Beck erzielte im Hinspiel zwei Tore. Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie

Doch die alten Geschichten interessieren am Sonntag niemanden mehr. Die Bedingungen im Erdgas Sportpark in Halle sind vergleichsweise gut und beide Teams schauen nach vorne. Nach der famosen Hinrunde möchte der 1. FC Magdeburg auch in der Rückrunde eine gute Rolle in der 3. Liga spielen. Der Hallesche FC ist derzeit viel gefestigter als im Hinspiel, glaubt Trainer Stefan Böger. Die Rot-Weißen wollen sich für die Niederlage im August revanchieren und ihren Fans, pünktlich zum Vereinsgeburtstag, den Derbysieg schenken.

Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2016, 09:31 Uhr