LKW auf verschneiter Fahrbahn
Bildrechte: Jan Helmecke/MDR

Verkehrsbehinderungen im ganzen Land Viele Lkw-Unfälle durch Schnee und Glätte

LKW auf verschneiter Fahrbahn
Bildrechte: Jan Helmecke/MDR

Glätte und Schnee haben auf Sachsen-Anhalts Straßen zu zahlreichen Unfällen geführt. Besonders betroffen waren Lkw-Fahrer auf den Autobahnen.

Wie die Autobahnpolizei mitteilte, kam es binnen weniger Minuten am Dienstagmorgen auf der Autobahn 2 zwischen Magdeburg und Braunschweig in der Nähe von Marienborn zu drei Lkw-Unfällen.

Mit Palmöl beladener Lkw umgekippt

Zunächst stürzte ein mit Palmöl beladener Sattelzug um. Die genauen Umstände sind noch unklar. Wenige Minuten zuvor geriet etwa 500 Meter entfernt ein Lkw mit Anhänger ins Schleudern und stellte sich quer. Später kam ein anderer Lkw von der Fahrbahn ab. Es kam in beiden Richtungen zu Behinderungen. Verletzt wurde niemand.

Glätte-Unfälle häufen sich

In der Nähe von Magdeburg geriet auf der A2 ein Transporter ins Schleudern und krachte in eine Mittelleitplanke. Zudem kam noch ein Kleintransporter nach rechts von der Fahrbahn ab, der auf einem Anhänger Fahrzeuge geladen hatte. Die Insassen des Transporters wurden nicht verletzt.

Wie ein Polizeisprecher in Halle sagte, schlingerten auch auf der Autobahn 38 mehrere Lkw auf den schneebedeckten Fahrbahnen. Unter anderem kippte in der Nähe von Merseburg ein Lkw um. Der Fahrer wurde eingeklemmt, blieb aber unverletzt. Bei Sangerhausen blieb ein Lkw liegen.

Auch auf den Bundesstraßen wie der B86 bei Mansfeld gab es Probleme. Hier rutschte ein Lkw am Berg. In Halle stellten sich zwei Lastwagen auf der Hochstraße zwischen Zentrum und Neustadt quer.

Neuschnee bis Mittwoch

Laut Deutschem Wetterdienst in Leipzig sind für die zahlreichen Unfälle vor allem neue Schneefälle und Glätte verantwortlich. Bis zum Mittwoch sollen in weiten Teilen des Landes weitere Zentimeter Neuschnee fallen. Die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt. Vor allem im Burgenlandkreis ist mit Schneefall zu rechnen. In der zweiten Wochenhälfte sollen die Temperaturen dann steigen und den Schnee zum Schmelzen bringen.

Rettungseinsatz nach einem Unfall bei Gardelegen.
Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Zuletzt aktualisiert: 05. Januar 2016, 20:14 Uhr

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10 Kommentare

06.01.2016 16:10 So ist das 10

@2. marcus: (@Anmerkung wenn Sue kein Lkw Fahrer sind, dann unterlassen Sie bitte solche Kommentare. Lkw sind mit Winterreifen unterwegs aber wenn ich mit 40to Gesamtgewicht an einem Berg abbremsen muss bzw zum stehen komme auf Grund von teilweise Pkw Fahrern, dann komme ich da auf Schnee- und Eisglatter Fahrbahn kaum weg." So ist das und dabei noch zu schweigen von PKW-Fahrern, die mich zum Schleichen zwingen wollen, weil sie selbst vor Angst nicht vom Fleck kommen. Aber natürlich dennoch mit dem PKW fahren "müssen". Oder ständig beschleunigen/abbremsen, weil sie keine konstante Geschwindigkeit halten können. Aber klar: Schuld sind die LKWs...

06.01.2016 09:39 Nordharzer 9

Der Winterdienst kann nur so gut sein, wie er sein darf. Gerade in Sachsen-Anhalt hat man die Straßenbauverwaltung kaputt gespart. Unser Verkehrsminister hat ja nun erstmals seit zig Jahren im Landtag kund getan, dass man mehr Personal braucht und man erstaunlicherweise uber den WD nicht erst reden solle, wenn der Winter vor der Tür steht. Der selbe Minster hat dafür gesorgt, dass weniger Azubis ausgebildet werden und übernommen werden, dass der Winterdienst hifsweise mit Zeitarbeitnehmern durchgeführt wird. Zudem, und das darf man in dieser Situation ruhig auch mal im Hinterkopf behalten: Jeder Euro, der im Winterdienst ausgegeben wird, fehlt im Frühjahr bei der Straßeninstandhaltung. Alles dies zusammen führt zu der tw. unbefriedigenden Situation auf unseren Straßen, trotz des unermüdlichen Einsatzes der Straßenwärter.

06.01.2016 01:03 Ted Striker 8

Der Winterdienst wurde halt vom plötzlichen Kälteeinbruch halt wieder völlig unerwartet überrascht ...

05.01.2016 00:16 sachsenmädel 7

2 Schneeflocken hochkant und alles steht still. Huch, es ist ja Winter.

05.01.2016 00:12 Markus 6

Schneefälle und Glätte sind NICHT verantwortlich. Verantwortlich ist Winterdienst. Wir bezahlen Steuer DREIMAL: als KFZ-Steuer, Steuer im Preis von Diesel, neulich auch KFZ-Maut. Dürfen wir dafür etwas auch haben, z.B. zuverlässige Winterdienst?

05.01.2016 20:25 Matthias Becker 5

Trotz Klimaerwärmung hat der alte Winterreifen seine Daseinsberechtigung. So manche 40 Tonner gehören zudem in den Schrott.

05.01.2016 20:08 gehtkeinenwasan 4

Das kann doch nur von einem Fußgänger kommen.

05.01.2016 20:05 Udo 3

Muss mich mein Vorredner anschließen. Die Aussage ist absolut zutreffend. 3 Flocken auf der Straße und schon knalltst. Klingt zwar lustig hat aber ein ernsten Hintergrund. Die egoistische Denkweise vieler Autofahrer führt zu vermeidbaren Unfälle. Immer unter dem Motto, erst ich dann Du. Eine plötzlich verschneite Straße, na und, ich kann gut fahren. Da vergisst der überzeugte Gutautofahrer das man sich den Straßenverhältnissen Anpassen muss. Erst recht mehr Abstand zum voraus fahrenden Auto Abstand halten. Hab ich erst heute bei den sehr schlechten Verkehrverhältnissen erlebt. Immer hinten dicht Auffahren. Kopfschüttel; Ich wäre dafür wenn die Polizei nachweisen kann das der Unfallverursacher sich nicht den Straßenverhältnissen angepasst hat eine Strafe auszusprechen. Vielleicht verringert ja das die Unfälle bei extrem verschlechterten Verkehrsbedingungen.

05.01.2016 19:02 marcus 2

@Anmerkung wenn Sue kein Lkw Fahrer sind, dann unterlassen Sie bitte solche Kommentare. Lkw sind mit Winterreifen unterwegs aber wenn ich mit 40to Gesamtgewicht an einem Berg abbremsen muss bzw zum stehen komme auf Grund von teilweise Pkw Fahrern, dann komme ich da auf Schnee- und Eisglatter Fahrbahn kaum weg. Wenn ich leer bin habe ich am Berg gar keine Chance. Unser Winterdienst ist auch nicht das was er sein soll! Mehr miteinander statt gegeneinander und es würde besser funktionieren. Schaut auch mal wieviele Pkw beim ersten Schnee im Seitengraben liegen ohne das es erwähnt wird.

05.01.2016 15:13 Anmerkung 1

Ja, Schnee ist wohl etwas ungewöhnliches für die Kraftfahrer ,daß es immer wieder bei den ersten Flocken zu solchen Unfällen kommt. Bekommen die Kraftfahrer keine Schulungen mehr ? Eigentlich sollten sie doch vor Fahrtantritt den Wetterbericht hören, um dann dem entsprechende Vorkehrungen zu treffen . Haben sie keine Winterreifen,oder Schneeketten mit oder war das Autoradio kaputt ?