Winterchaos in Sachsen-Anhalt : 400 Unfälle auf glatten Straßen - eine Frau stirbt
Das Winterwetter hat an diesem Wochenende auf Sachsen-Anhalts Straßen für chaotische Verkehrsbedingungen gesorgt. Laut Deutschem Wetterdienst hatten Autofahrer mit mehr als zehn Zentimeter Neuschnee und überfrierender Nässe zu kämpfen. Der Winterdienst war im Dauereinsatz. Allein in Halle wurden nach Angaben der Halleschen Wasser- und Stadtwirtschaft 120 Tonnen Streusalz verbraucht. Dennoch krachte es auf den Straßen wie am Fließband. Nach Polizeiangaben kam es zu mehr als 440 Unfällen mit mehr als 50 Verletzten und einer getöteten Frau. Als Hauptunfallursache wurde nicht angepasste Geschwindigkeit ausgemacht.
Einer der schwersten Verkehrsunfälle ereignete sich am Samstagabend im Osten Sachsen-Anhalts. Eine 34 Jahre alte Frau kam bei einem Glätteunfall im Zerbster Ortsteil Lindau ums Leben. Wie die Polizei am Sonntag in Dessau-Roßlau mitteilte, kam ein 35 Jahre alter Autofahrer auf winterglatter Landstraße ins Schleudern, geriet in den Gegenverkehr und stieß mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Dabei wurde seine Beifahrerin aus dem Auto geschleudert. Sie starb noch am Unfallort. Der Fahrer des Pkw wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die beiden Insassen des anderen Wagens wurden nur leicht verletzt.
Sonnabend: Tempolimit auf A2 und Sperrungen
Bereits am Sonnabend gab es zahlreiche Unfälle auf Sachsen-Anhalts Straßen. Auf der Autobahn 14 sind nahe Halle-Trotha drei Menschen schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein mit drei Menschen besetztes Auto bei einem Bremsmanöver von zwei Lastern eingequetscht. Die Insassen mussten mit zwei Hubschraubern und einem Rettungswagen in Spezialkliniken gebracht werden. In Folge war die A14 in Fahrtrichtung Dresden stundenlang gesperrt.
Generell kristallisierten sich vor allem die Autobahnen als Unfallschwerpunkte heraus. Wegen der spiegelglatten Fahrbahn wurde auf der A2 bei Marienborn ein Tempolimit von 80 Stundenkilometer verhängt. Dort stellte sich ein Laster quer und landete neben der Fahrbahn. Der Fahrer wurde aber nicht verletzt. Nahe Dessau verunglückten auf der A9 mehrere Lastzüge. Auf der A38 bei Sangerhausen kam ein Laster mit Streusalz von der Fahrbahn ab und verunglückte. In den meisten Fällen meldete die Polizei aber nur Blechschäden.
Massenweise Schnee in ganz Sachsen-Anhalt
In ganz Sachsen-Anhalt ist an diesem Wochenende ungewöhnlich viel Schnee gefallen. Nach Informationen des MDR-Wetterstudios sollen die Schneefälle in vielen Teilen des Landes auch noch bis in die Nacht andauern. Vor allem im Süden und in der Mitte liegt sehr viel Schnee. Spitzenreiter ist Bad Kösen. Dort wurden bereits Sonntagmorgen 19 Zentimeter Schnee gemessen. In Magdeburg sind es 15 Zentimeter, in Wittenberg zwölf. Nur in der Altmark hat es etwas weniger geschneit.






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