Randalierer suchen bei einem Wasserwerfereinsatz bei Ausschreitungen von G20-Gegnern am 07.07.2017 im Schanzenviertel in Hamburg Schutz.
"Teil der popkulturellen Erzählung: brennenden Barrikaden mit den Silhouetten der tänzelnden Aufrührer" Bildrechte: dpa

Notizen in unruhigen Zeiten Bildbetrachtung – "Die Jeanne d'Arc des Schanzenviertels"

Die Rebellion ist fester Bestandteil der Popkultur. Das zeigt sich auch an den G20-Krawallen in Hamburg. Die Randalierer inszenieren jedoch nicht die Revolution, sondern sich selbst, meint unser Kolumnist Uli Wittstock – wie immer in diesem Notizblock ganz persönlich.

von Uli Wittstock, MDR SACHSEN-ANHALT

Randalierer suchen bei einem Wasserwerfereinsatz bei Ausschreitungen von G20-Gegnern am 07.07.2017 im Schanzenviertel in Hamburg Schutz.
"Teil der popkulturellen Erzählung: brennenden Barrikaden mit den Silhouetten der tänzelnden Aufrührer" Bildrechte: dpa

Jeglicher Widerstand gegen die Staatsgewalt müsse mit bis an die Grenze des Gesetzlichen gehenden Mitteln gebrochen werden, forderte der CSU-Abgeordnete Junker bei einer Anfrage im Bayerischen Landtag, allerdings nicht im Jahr 2017, sondern im Jahr 1956. Anlass waren die Halbstarken-Krawalle, die seit 1954 die junge Bundesrepublik erschütterten. Der Krieg war gerade mal zehn Jahre vorbei, da erprobten die Lümmel der Adenauerära die Grenzen der neuen Freiheit. Besonderen Eindruck in der Öffentlichkeit hinterließ die erste Deutschlandtour des Rock'n Rollers Bill Haley, der gerade durch die Musik zum Film "Saat der Gewalt" berühmt geworden war. Die Krawalle in Berlin beschrieb der Spiegel damals so: "Jünglinge in malerischen Brando- und Presley-Kostümen schulterten ihre Bräute und drangen gliederschlenkernd, grimassenschneidend und blökend gegen den "Saat der Gewalt"-Musikanten vor. Zu jenem Zeitpunkt ging das Fußvolk auf den Rängen bereits dazu über, Stuhlreihen und Bänke zu zertrümmern. Der beginnenden Kanonade entzogen sich Haley und seine Solisten durch die Flucht."

Popkultur und Aufruhr

Brennende Barrikade im Schanzenviertel in Hamburg und vermummte Randalierer.
"Inszenierungen des Protestes werden immer wieder neu inszeniert." Bildrechte: imago/Pacific Press Agency

Popkultur und Aufruhr stehen seit jeher in einer engen Verbindung, denn nur so gelingt die Inszenierung einer Andersartigkeit, die es in einem Massenmarkt eigentlich gar nicht geben kann. Also kommt der Aufruhr modisch daher mit Röhrenjeans, Schlaghosen oder im Punk-Outfit, musikalisch von den jeweiligen Stilen begleitet und oft auch politisch unterfüttert, in jedem Fall aber verkaufsfördernd, denn der entwickelte Kapitalismus ist in der Lage, jedes Bedürfnis zu monetarisieren. Selbst die Sehnsucht nach Rebellion und Widerstand wird in marktfähige Produkte umgesetzt. Das gilt natürlich auch für die Autonomen, die sich bei ihren Aktionen ganz klar den Verwertungsstrukturen eines Marktes unterziehen, in diesem Fall dem Markt der Aufmerksamkeit.

Selbst die Sehnsucht nach Rebellion und Widerstand wird in marktfähige Produkte umgesetzt.

Plakate mit der Aufschrift Welcome to Hell hängen am 14.03.2017 in Hamburg im Schanzenviertel.
"Welcome to Hell: Eine Unfreundlichkeit, auf Schlagzeilenlogik im Bildzeitungsformat getrimmt." Bildrechte: dpa

Wahrscheinlich war der Titel "Highway to Hell" zu teuer für die Anmelder des Protestes, welcher Revolutionär möchte schon Urheberrechte verletzen, so dass es nur für ein "Welcome to Hell" reichte, eine Parole, deren politische Tiefsinnigkeit geradezu verblüfft. Eine Unfreundlichkeit, um es mal vorsichtig auszudrücken, als emanzipatorisches Programm, auf Schlagzeilenlogik im Bildzeitungsformat getrimmt.

Die wirkliche Hölle

Wer immer sich hinter einem derart sinnfreien Banner versammelt, produziert zumindest eines, den Zweifel an der politischen Zurechnungsfähigkeit. Denn alle Versuche, eine Hölle in den europäischen Wohlstandsinseln zu inszenieren, belegen nur die Infantilität der Akteure, denn ein gestürmter Supermarkt in Hamburg ist nach wenigen Tagen wieder super sortiert.

Dunkler Rauch steigt von einem ausgebrannten Hochhaus in London auf
"Die wirkliche Hölle ist ein brennendes Hochhaus, das aus Profitgründen schlecht saniert wurde." Bildrechte: dpa

Die wirkliche Hölle ist ein brennendes Hochhaus, das aus Profitgründen schlecht saniert wurde. Die Abwrackstrände in Indien oder Bangladesch sind sicherlich ebenso Höllenorte wie die Hungerregionen im Südsudan. Auch die kolumbianischen Landminenfelder sind höllisch zu nennen oder die Kohleminen in der Ukraine. Hierzulande fühlt man sich allenfalls der Hölle nahe, wenn man abends durch die deutsche Fernsehwelt zappt. Doch den fun- and action-orientierten Revoluzzern geht es wohl weniger um Inhalte als vielmehr um Bilder.

Und diese folgen den immer gleichen Mustern: Der junge wütende Demonstrant, der sich mit Pflasterstein und weit gestreckten Wurfarm tapfer gegen die Büttel des Kapitals zur Wehr setzt, die brennenden Barrikaden mit den Silhouetten der tänzelnden Aufrührer und aus dem Dunkel kommend, die Maschinerie des Staates, Wasserwerfer, Räumfahrzeuge, gepanzerte Polizisten. So wie in der modernen Popmusik bekannte Melodien gesampelt und neu gemixt werden, so werden auch diese Inszenierungen des Protestes immer wieder neu inszeniert, Bildfolgen, die längst Teil der popkulturellen Erzählung geworden sind, vielfach zitiert und weitergeschrieben in filmischen Dystopien wie der Matrix-Trilogie. Und da sind die Rollen klar verteilt.

Inszenierungen des Protestes

Eine Frau klettert am 07.07.2017 auf die Fronthaube eines Sonderwagens SW 4 der Polizei beim Gorch-Fock-Wall in Hamburg und wird von Polizisten mit Pfefferspray besprüht.
"Eine Jeanne d'Arc des Schanzenviertels" Bildrechte: dpa

Schon Mick Jagger sang "Every Cop is a Criminal" (Sympathie for the Devil) und an dieser Sichtweise hat sich bis heute nichts geändert. Die Polizisten in Hamburg wirkten mit ihrer schweren Bewaffnung wie die Orks aus Herr der Ringe. Stilbildend für die Hamburger Krawalle dürfte jedoch das Foto jener Demonstrantin werden, die auf einen Räumpanzer geklettert war und dort mit mehreren Salven Pfefferspray attackiert wurde. Eine junge attraktive Frau in köperbetontem Outfit, offensichtlich unbewaffnet, hatte scheinbar spielerisch den Räumpanzer erklommen, um dann von brutalen Polizisten massiv mit Reizgas eingenebelt zu werden – eine Jeanne d'Arc des Schanzenviertels. Während also die Polizisten ihrer staatsbürgerlichen Pflicht nachkommen, mit mehr oder weniger rabiaten Methoden, sind die Demonstranten die Selbstverwirklicher in diesem Spiel um Deutungshoheit. Autonom, aufrecht und im Moment der Auseinandersetzung in jedem Fall der moralische Sieger, Coolness als erste revolutionäre Bürgerpflicht. The Clash singen in "Guns of Brixton": "You can crush us. You can bruise us. But you'll have to answer to. Oh, the guns of Brixton."

Erst in der körperlichen Auseinandersetzung, im Agieren mit Gleichgesinnten und im Fokus zahlreicher Kameras und Handys entwickelt sich das Gefühl für die Sinnhaftigkeit des eigenen Daseins, abrufbar in den sozialen Netzwerken als Selfie vor brennenden Barrikaden.

Andere Formen des Protestes

Dieser Hamburger Bildteppich verhindert allerdings den Blick auf andere Formen des Protestes. Am Gipfelsonnabend demonstrierten über 70.000 Menschen gegen G20 und vor allem gegen die Art und Weise, wie hier politisches Handeln in Szene gesetzt wurde. Denn klar ist, dass diese Treffen keinerlei demokratische Legitimation besitzen, ein Teil der Teilnehmer noch nicht einmal demokratisch gewählt ist und dennoch aus wirtschaftlicher Macht heraus über die Geschicke der Welt entscheiden. Der Rationalist mag das als alternativlos bezeichnen, mit Blick auf den Zustand des Globus sollten aber andere Formen des Zusammenlebens zumindest denkbar bleiben.

Die Staats- und Regierungschefs der G20 stellen sich am 07.07.2017 in Hamburg vor der Elbphilharmonie zu einem Gruppenfoto.
"G20: Ein Trefen mit nicht ganz lupenreinen Demokraten" Bildrechte: dpa

Der Eindruck eines neokolonialistischen Gestus lässt sich kaum übersehen, wenn die G20 über die Zukunft eines ganzen Kontinents debattieren, der nur durch ein einziges Land vertreten ist, nämlich Südafrika. Auch dass die Pressefreiheit ausgehebelt wurde, plötzlich Listen auftauchten mit Namen von Journalisten, die aus Sicht des Bundeskriminalamtes quasi über Nacht zu Gefährdern mutierten, nach dem sie tags zuvor noch den US-Präsidenten bei der Ankunft fotografierten, ist ein höchst bedenklicher Umstand. Möglicherweise sind Hinweise auswärtiger Geheimdienste die Quelle der Verdächtigungen. Das passiert eben, wenn man sich mit nicht ganz lupenreinen Demokraten trifft. Genau solche Entwicklungen schädigen allerdings das Bild der Demokratie auch hierzulande, denn die Grundrechte gelten nicht nur beim Tag der offenen Tür im Kanzleramt, sondern auch bei Großereignissen wie in Hamburg. Demonstrationsfreiheit und Pressefreiheit gehören zu den Grundpfeilern der Demokratie, in Hamburg waren sie offenbar nicht vollumfänglich gewährleistet.

Ausstieg aus alten linken Verhaltensmustern

Marxisten haben gelernt, die Klassenfrage zu stellen, also wem nützt es. Die Hamburger Krawalle haben sicherlich den politischen Gegnern in die Hände gespielt, denn statt über die mageren und zum Teil auch zweifelhaften Ergebnisse des Gipfels zu debattieren, bestimmen nun die Diskussionen über die Gewalt die öffentliche Debatte. Und genau an dieser Stelle wäre es an der Zeit, einen Ausstieg aus den alten linken Denk- und Verhaltensmustern zu finden. An allererster Stelle steht dabei die Frage nach dem staatlichen Gewaltmonopol. Derzeit gibt es hierzulande keinen politischen Grund, dieses anzuzweifeln, selbst bei einer radikalen Kritik an den herrschenden Verhältnissen.

Fest steht aber, wo das staatliche Gewaltmonopol nicht mehr greift, beginnen die unscharfen Frontlinien eines Bürgerkriegs.

Natürlich gab es in Hamburg auch Polizeigewalt und jeder, der schon mal bei brisanten Demonstrationen dabei war, der weiß, dass alle Beteiligten mit erhöhtem Adrenalinspiegel dabei sind. Es ist zudem nicht ausgeschlossen, dass Provokateure die Stimmung im Schanzenviertel angeheizt haben, auch sollen Rechtsradikale an den Auseinandersetzungen beteiligt gewesen sein. All dies und noch viel mehr ist denkbar. Fest steht aber, wo das staatliche Gewaltmonopol nicht mehr greift, beginnen die unscharfen Frontlinien eines Bürgerkriegs und plötzlich ist der Firnis des bürgerlichen Anstands dünn, selbst in so abgeklärten Vierteln wie der Schanze in Hamburg.

Grundkenntnissen der politischen Ökonomie

Eine Filiale der Supermarkt-Kette Rewe ist am 08.07.2017 in Hamburg im Schanzenviertel komplett geplündert worden.
"Verluste werden sozialisiert, Gewinne privatisiert." Bildrechte: dpa

Die Reaktionen fallen ebenfalls außergewöhnlich heftig aus, im Netz, in Talkshows auf den Kommentarseiten von Rundfunk und Presse. Das führt mitunter zu rührend hilflosen Versuchen wie dem eines Magdeburger CDU-Landtagsabgeordneten, welcher für die Randalierer die Einrichtung von Zwangsarbeit vorschlug, was im Grunde genommen auf die Einführung eines Gulag-Systems zielt. Da dürfte sich der CDU-Politiker mit dem einen oder anderen Neostalinisten auf ideologischer Augenhöhe befinden. Aber es fehlt dieser Tage nicht nur an historischem Bewusstsein, sondern auch an Grundkenntnissen der politischen Ökonomie. Der Rauch über Hamburg war noch nicht verzogen, da versprach Kanzlerin Merkel, die Leidtragenden der Randale zu entschädigen. Das heißt konkret, die Verluste werden sozialisiert, weil finanziert vom Steuerzahler, während die Gewinne privatisiert werden, denn die neuen Autos oder Ladeneinrichtungen sind ja keine Schenkung der Hersteller. Insofern ist der schwarze Block nichts weiter als der verlängerte Arm des Kapitals. In diesem Sinne: Rot Front Genossen.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 10.07.2017 | 6:30 Uhr
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 10.07.2017 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/mp

Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2017, 10:15 Uhr

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35 Kommentare

17.07.2017 17:54 B 35

Na dann schönen Dank für die zweite veröffentlichung meines Komentares, also wollten sie es nicht wahr haben mit die Heime die selber von den feinen Wirtschaftsflüchtlingen angesteckt werden, kein wunder das es hier nur noch einseitig
Berichtet würd , darf ja wo nicht sein Merkel will sieder gewählt werden......... wo wie bestraft ist hier der noch normal denkende Bürger....................

ANMERKUNG MDR SACHSEN-ANHALT:

Der Kommentar war einfach wirr. Es hilft ein zweites Mal über den eigenen Text zu lesen, bevor er abgeschickt wird. Und ja, es gibt Fälle in denen ein Flüchtling das Heim angezündet hat. Sie fällen allerdings Pauschalurteile, die einfach nicht in Ordnung sind. Das fängt schon bei Sachen wie "von den feinen Wirtschaftsflüchtlingen" an.

17.07.2017 13:59 B 34

@ 2 6 ja Steiner z. Teil brennen diese Asylanten auch selber ihre Heime ab, wo diese dazu garnicht berechtigt sind, da diese alles erhalten an Sozialleistungen im Gegensatz zu unsere armen Bürger die es leider noch gibt und nicht zu wenig.
Also wieder Käse dein Kommentar dazu.

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Unterkunft von außen attackiert wird ist wohl deutlich größer: 2016 gab es in Sachsen-Anhalt insgesamt 57 Übergriffe auf Asylunterkünfte, deutschlandweit 988.

17.07.2017 12:57 Steiner 33

Friedliche Nazis - wie geradede in Themar- gegen gewaltbereite Linke in Hamburg aufzurechnen, ist widersinnig. Dass wir in Deutschland über 180 durch Neonazis ermordete Menschen zählen müssen, macht das Trugbild der "Friedlichkeit" längst zunichte. Die vom rechtsextremen Geist verhetzten Hilfsschreiber wollen diese nicht wahr haben. Und so krakeelen sie von "Lügenmedien" - obwohl die Oberschreier Petry, Storch und Gauland sich sehr gerne von diesen Medien einladen lassen. Schizophrener geht bei Rechten wie der AfD noch immer. Warten wir die nächste Dummheit ab!

17.07.2017 08:13 Stefan (Der) 32

Teil 2: Hier hat sich aufgrund einer undurchschaubaren Gruppendynamik und dem Versagen der Polizeitaktik, ob gewollt oder nicht, ein Freiraum entwickelt, welcher völlig politikbefreit genutzt wurde. Dies ist aber die Folge von einer verfehlten Politik in welchem der Einzelne nur noch als Ware gesehen wird und sich, wenn er die Möglichkeit sieht, komplett aus dem gesellschaftlichen Rahmen zurück zieht. Dies hat weder etwas mit Mode oder mit Inszenierung zu tun. Das Bild der jungen Frau auf dem Räumpanzer ist natürlich ein Symbol. Dabei stellen sich aber die Fragen: Wie kam sie überhaupt dort hoch? Warum hat man sie nicht, durch körperlichen Einsatz, dort runtergeholt? Eine Gefahr ging ja durch sie eher nicht aus. Die Polizei hat Glück, dass solche Bilder in der Deutungshoheit keine Rolle spielen. Zu gut hat das Medienteam der Polizei gearbeitet und uns die Märchen von Molotovcocktails und Gehwegplatten auf den Dächern schmackhaft gemacht. Egal wieviel Wahrheit dahinter steckt.

17.07.2017 08:04 Stefan (Der) 31

Teil 1: Ein sehr interessanter und fundierter Kommentar. Dieser kann aber nur als Diskussionsgrundlage dienen. Die Widersprüche sind offensichtlich. Die radikale Linke ist seit 25 Jahren in der Defensive und auf dem Rückzug. Auch wenn gerade von den "Größten anzunehmenden Ausschreitungen in Deutschland" gesprochen wird, so sollte man sich doch an die großen Demonstrationen der 80er und frühen 90er erinnern. Da ging es damals mit mehr Brutalität auf beiden Seiten zur Sache. Das wird Heutzutage gerne vergessen. Auch die Inszenierung folgt erst in den letzten Jahren, wo jeder immer eine Kamera dabei hat und nicht mehr ganz klar ist, ob die Presse oder die Demonstranten in der Mehrheit sind, für das auslösende Argument. Schon Wolfgang Harich stellte im Jahr 1969 mit seiner "Kritik an der revolutionären Ungeduld" klar, dass der Aktionismus einer zersplitterten Linken immer in der Niederlage endet. Und so ist es auch gekommen. All dies geht aber an den Vorkommnissen in HH etwas vorbei.

17.07.2017 06:25 Agnostiker 30

@ 28: Keine Sorge, so wie die Weichen durch die Konsenspolitik in `schland gestellt sind, kommen die Erschiessungen auch noch. ;)

16.07.2017 20:45 W. Merseburger 29

@ 28. Habe gerade mal bei NDR Meck. Pom. nachgelesen. Sie haben das gut formuliert, und Frau Weise als Komikerin bezeichnet. Leider ist das nicht zum Lachen, weil ja Petry und von Storch die Erschießung von Flüchtliungskindern gefordert haben. Ich glaube aber, in beiden Fällen haben gewisse politische Gruppen ein großes Interesse daran, hier ohne jeglichen Anstand zu hetzen. Ich vermute, wenn der "heiße" Wahlkampf beginnt, werden solche Bösartigkeiten zum Alltag.

16.07.2017 19:23 aridus 28

An # 27: Die größte Komikerin von allen ist aber in diesem Zusammenhang immer noch Frau Weiße, ihres Zeichens Alterspräsident in des Landtags von Meck-Pomm (natürlich AfD), die die "Erschießung von Plünderern" gefordert hat.

16.07.2017 18:46 Nordharzer 27

@26, mit dem letzten Satz Ihres Beitrags zeigen Sie, dass nicht nur Herr Wittstock Satire beherrscht.

16.07.2017 18:10 Steiner 26

Wenn "ausländerfreie Zonen" von der Gewalttätigkeit der Rechtsradikalen zeugen, wenn Flüchtlingsheime brennen, der NSU seinen Blutspur durch Deutschland ziehen konnte, brauchen wir von Hamburgs Schanze nicht reden. Dass sich die Medien auf diese rechten Parolen aufschwingen und vergessen, dass die Polizei in allererster Linie für die Gewalt in Hamburg zuständig war, ist weiterhin ein großes Negativum.

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