Solarindustrie in Sachsen-Anhalt : Wolff: Talsohle in Solarbranche noch nicht durchschritten
Sachsen-Anhalts Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff sieht die Talsohle für die Solarindustrie des Landes noch nicht als durchschritten an. "Nach Gesprächen mit Unternehmern der Branche, Gewerkschaftern und Betriebsräten habe ich den Eindruck, dass wir sie erreicht haben, aber durch sind wir noch nicht", sagte die CDU-Politikerin.
Wolff fordert Systemlösungen
Nach Ansicht von Wolff gewinnen die Unternehmen zunehmend die Erkenntnis, dass es nicht reiche, nur Zellen und Module zu bauen. Deutschland könne hier, was die Herstellungskosten angeht, mit Billiganbietern wie China einfach nicht mithalten."Was wir brauchen, sind Systemlösungen." So müssten die Hersteller von Solarzellen und -modulen beispielsweise stärker mit Anbietern anderer erneuerbarer Energien zusammenarbeiten. Nur so könnten Sonne, Wind und Erdwärme kombiniert werden, sagte die Ministerin. Die Unternehmen hätten damit zu lange gezögert, bewegten sich aber jetzt in die richtige Richtung.
Asiatische Investoren als Hoffnungsschimmer
Einen Hoffnungsschimmer sieht Wolff im Einstieg des koreanischen Mischkonzerns Hanwha bei Q-Cells in Bitterfeld-Wolfen und in der Übernahme der früheren Q-Cells Tochter Solibro durch die chinesische Hanergy Holding Group in diesem Jahr. Diese Unternehmen seien finanzstark und würden Sachsen-Anhalt auch als Zentrale nutzen, um auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. "Wichtig ist mir, dass die neuen Eigentümer die hiesigen Standorte auch als Forschungszentren für die Entwicklung neuer Produkte profilieren und Millionen in neue Technologien investieren wollen", sagte die Ministerin.
Q-Cells hatte im April Insolvenz angemeldet. Im August hatten die Koreaner das Werk übernommen und zugesichert, 1.300 der weltweit 1.500 Arbeitsplätze zu erhalten, 750 davon am Standort Bitterfeld-Wolfen. Die Chinesen hatten im Juni den Kaufvertrag für Solibro mit 400 Beschäftigten unterzeichnet.



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