Berufstätige aus Sachsen-Anhalt Immer mehr Arbeitnehmer pendeln

Viele Menschen arbeiten nicht dort, wo sie wohnen. Die Zahl der Pendler, die Sachsen-Anhalt für ihre Arbeit verlassen, ist im Jahr 2016 erneut gestiegen. Doch fahren auch mehr Beschäftigte nach Sachsen-Anhalt, um ihren Job auszuüben.

Anzahl der Berufspendler aus und nach Sachsen-Anhalt
Die Zahl der Berufspendler ist im Vergleich zu 2015 erneut gestiegen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Zahl der Menschen, die zum Teil lange Wege zum Arbeitsplatz und zurück in Kauf nehmen, ist weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr arbeitete jeder siebte erwerbstätige Sachsen-Anhalter außerhalb der Landesgrenzen. Laut Statistischen Landesamt waren das 150.200 Frauen und Männer und damit mehr als noch 2015. Die meisten Pendler, die Sachsen-Anhalt für die Arbeit verlassen, sind  in den angrenzenden Bundesländern beschäftigt. Vorreiter ist Niedersachsen, wo knapp 42.000 Sachsen-Anhalter arbeiten. Darauf folgen von Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Doch es verlassen nicht nur mehr Arbeitnehmer das Land, es kommen auch immer mehr Erwerbstätige für die Arbeit nach Sachsen-Anhalt. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 70.000. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, kamen die meisten Arbeitnehmer aus Sachsen.

Ab wann gelten Arbeitnehmer als Pendler? Pendler ist jeder, der regelmäßig zwischen Wohn- und Arbeitsort hin- und herfährt und dabei die Grenze der Gemeinde oder Stadt überschreitet, in der er wohnt.

Dass Pendeln für Arbeitnehmer anstrengend und stressig sein kann, betonen Experten immer wieder. So können bereits Fahrten ab 45 Minuten zum Arbeitsplatz und zurück die Psyche belasten. Durch vieles Sitzen im Auto oder im Zug leiden Pendler zudem häufiger an Übergewicht oder Bluthochdruck.

Insgesamt haben vergangenes Jahr in Sachsen-Anhalt 1.086 Millionen Erwerbstätige gelebt.

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Quelle: MDR/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 14. November 2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. November 2017, 20:15 Uhr