Liste für die Zukunft Das würde Sachsen-Anhalt glücklicher machen

Der letzte Platz im Glücksatlas – das Land von Sorge und Elend erstreckt sich von der Altmark bis zum Zeitzer Forst. Aber was muss passieren, damit die Sachsen-Anhalter wieder glücklich sind? Zehn nicht ganz ernst gemeinte Vorschläge.

von Max Schörm, MDR SACHSEN-ANHALT

1. Von Halle schnell ans Meer: Die A14 ist baustellenfrei und endet an der Ostsee

Leere Autobahn
Bildrechte: MDR/Tober

Ein bisschen müssen sich die Sachsen-Anhalter noch gedulden, aber mit etwas Glück wird die A14 noch in diesem Jahrhundert fertig gebaut. Wenn dann auch noch alle Bauarbeiten zwischen Halle und Magdeburg endlich abgeschlossen sind, liegt der Ostseestrand in Sachsen-Anhalt. Zumindest gefühlt.

2. Der 1. FC Magdeburg gewinnt die Champions League

Menschen jubeln, Qualm
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Jubel auf dem Alten Markt: Nach dem Aufstieg in die zweite Bundesliga 2018 und dem direkten Durchmarsch in die Beletage gewinnt der FCM im Jahr 2025 auch noch die Champions League. "Die Größten der Welt" sind endlich am Ziel.

3. Der Naumburger Dom wird Weltkulturerbe – nach 16 Anläufen

Der Naumburger Dom
Bildrechte: MDR/André Plaul

Gut Ding will Weile haben. Nach 15 abgelehnten Versuchen gibt die Unesco schließlich nach und verleiht dem Naumburger Dom den Titel Weltkulturerbe.

4. Der Brocken wird aufgeschüttet und ein florierendes Skigebiet

Eingefrorener Bagger
Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Die Kritiker des Vorhabens im Harz fanden die Idee erst nicht so gut, aber 230 Kilometer Piste auf dem neuen höchsten Berg Deutschlands haben sie überzeugt.

5. Stormi und Ayo bleiben für immer klein

 Eine Elefant und ein Tigerbaby
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nein, aus ihnen wird nie eine zähnefletschende Killermaschine und ein von Fliegen geplagter Mehrtonner. Stormi und Ayo bleiben für immer jung. Gott sei Dank.

6. Parkplätze an der Seilhängebrücke im Rappbodetal

Sonnuntergang an der Fußgänger-Seilhängebrücke nahe der Rappbodetalsperre im Harz.
Bildrechte: Christian Binder

Was auch immer in der Schweiz sein mag, für den Harz ist die Hängebrücke an der Rapbodetalsperre die längste, höchste und schönste Brücke überhaupt. Und es ist kaum zu glauben, aber man hat sogar das Parkplatzproblem in den Griff bekommen.

7. Dessau und Roßlau legen den Namensstreit bei und nennen sich "Berlin"

Luftbild von Dessau mit Berlin-Bild
Bildrechte: IMAGO

Aus Marketing-Sicht noch besser als "Bauhausstadt Dessau" ist nur ein Name: "Berlin". Nach anfänglichen Bedenken wischen die Einnahmen durch die zahlreichen Touristen alle Zweifel hinweg.

8. Die nächsten Hochwasser fließen um Sachsen-Anhalt herum

Dresdner Hauptbahnhof steht unter Wasser
Bildrechte: IMAGO

Keiner weiß genau warum, aber Saale und Elbe überschwemmen nur noch die Nachbarländer.

9. Über Martin Luther ist alles gesagt

Luther-Denkmal in Nordhausen
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Alle Messen sind gesungen, alle Feste gefeiert.

10. Nie mehr die Rote Laterne

Ein Diagramm
Bildrechte: MDR/Max Schörm

"Willst du Sachsen-Anhalt unten sehen, musst du die Statistik drehen" wird zum geflügelten Satz. Sachsen-Anhalt – Land der Siegertypen. Endlich!

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Quelle: MDR/ms

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 07. November 2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2017, 19:17 Uhr

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6 Kommentare

09.11.2017 13:59 Heinrich Martin 6

Viele wären erleichtert wenn man den "Exmatrikulatoren" an den Unis die rote Karte zeigen würde und ausreichen Professoren für die (Lehramts-) Studenten vorhanden wären. Dann hätten wir schneller ausreichend Lehrer, um dem Mangel einen "Vogel" zu zeigen und das wäre so etwas wie eine "Willkommenskultur". Viele wären dann ein Stück weit glücklicher. Bestimmt!

08.11.2017 21:17 Riesebodo 5

Es heißt ja auch die Hochwasser fließen um Sachsen-Anhalt herum. Und am Ende kommt noch einer der sagt, dass Elefant und Tiger gar nicht in Sachsen-Anhalt heimisch sind.

08.11.2017 21:08 W. Merseburger 4

Schön, dass man sich auch einmal überdiese "bescheuerte" Aussage , Land der Unglücklichen, humorvoll äußert.
Ich lebe seit 1961 im heutigen Sachsen Anhalt. Damit ist es meine 2. Heimat geworden. Was mich nach der Wende am meisten geärgert hat, war die rundum negative Darstellung des Landes. Als die SPD Minderheitsregierung am werkeln war, wussten alle: "Schlimmer gehts nimmer". Dagegen waren Sachsen und Thüringen schon Eldorados. Darüber habe ich mich oft geärgert, weil es einfach unrichtig und hinterhältig war. Sachsen Anhalt ist ein Land mit großer Geschichte und großem kulturellen Reichtum. Besonders MDR Radio Sachsen Anhalt hat immer wieder versucht, eine positve Identität für das Land zu generieren. Dank dafür! Vielleicht wäre ein positiver Patriotismus angebracht.

08.11.2017 20:51 Uwe 3

Nicht ganz ernst gemeint ist das eine, lieber MDR. Das andere sind aber wirklich die unpassenden Bilder aus Sachsen-Anhalt, neben dem lutherdenkmal ist das m.M. nach auch der Dresdner Hauptbahnhof....

08.11.2017 18:55 Alexander aus Nordhausen 2

Ich lebe nun seit geraumer Zeit in Halle und bin sehr erfreut darüber. Das Land der Frühaufsteher und Ursprungsland der Reformation. Viele Menschen die ich hier treffe sind ziemlich zufrieden und damit wahrscheinlich auch glücklich. Vielleicht aber die Redaktion von MDR Sachsen-Anhalt nicht so richtig. Der 9. Punkt zu Luther ist nicht ganz stimmig. Es ist nicht alles zu Luther gesagt. Dieses Luther Denkmal steht in Nordhausen, Südharz. Thüringen. Unglücklich scheint die Redaktion ob der nicht passenden Lutherdenkmäler in Sachsen-Anhalt zu sein.
Einen schönen Abend wünsche ich.

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT:

Die Vorschläge sind nicht ganz ernst gemeint.

08.11.2017 18:49 Hannchen 1

Mich machen all diese Dinge nicht glücklich. Familie und Gesundheit zählen am meisten und daran kann ich viel selbst arbeiten.