13. und 14. Februar

Dresden gedenkt Opfer der Luftangriffe

Mit zahlreichen Veranstaltungen gedenken die Dresdner der Zerstörung ihrer Stadt vor 64 Jahren. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 wurden weite Teile der Stadt durch US-amerikanische und britische Bomber zerstört. 25.000 Menschen kamen bei den Luftangriffen ums Leben.

Ein Mann gedenkt am Freitag (13.02.2009) auf dem Dresdner Heidefriedhof der Opfer der Bombenangriffe am Ende des Zweiten Weltkrieges vor 64 Jahren.

Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof

Hunderte Dresdner haben am Freitag auf dem Heidefriedhof der Opfer der Luftangriffe auf Dresden im Zweiten Weltkrieg gedacht. Dort wurden die meisten Opfer beigesetzt. Oberbürgermeisterin Helma Orosz hielt eine kurze Ansprache. Mit Blick auf die Demonstrationen am Freitag und Sonnabend wies sie das Ansinnen der Rechtsextremen zurück, den Gedenktag für sich zu vereinnahmen.

An dem offiziellen Gedenken nahmen unter anderem Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Landtagspräsident Erich Iltgen teil sowie Vertreter der Vereinigten Staaten von Amerika und des Vereinigten Königreiches. Zugegen war auch eine Delegation aus Coventry, der Partnerstadt Dresdens.

Vertreter der Jüdischen Gemeinde Dresden beteiligten sich in diesem Jahr wieder an der Zeremonie. Als Symbol für die Überwindung von Krieg, Rassismus und Gewalt trugen viele Teilnehmer der Gedenkveranstaltung eine weiße Rose.

Die Dresdner Frauenkirche

Glocken läuten zur Erinnerung

Vor der Frauenkirche versammelten sich am Abend rund 2.500 Menschen, um an die Opfer zu erinnern. Die Gedenkrede hielt der ehemalige polnische Außenminister Wladyslaw Bartoszewsky. Vor der Kirche wurden Kerzen aufgestellt. Die Türen des Gotteshauses bleiben für eine "Nacht der Stille" geöffnet. Die Glocken aller Dresdner Kirchen läuteten von 21:45 Uhr bis 22 Uhr für 15 Minuten im gemeinsamen Gedenken an die Opfer der Bombenangriffe. An einem Fackelzug nahmen nach Angaben der Polizei am Freitagabend über 1.000 Rechtsextremisten teil.

Friedensgebete und Schabbat

Der 14. Februar beginnt mit Friedensgebeten am Morgen in der Frauenkirche, der Kathedrale und der Kreuzkirche sowie der Schabbatfeier der jüdischen Gemeinde. Ab 11:15 Uhr ziehen die Dresdner vom Neumarkt durch die Stadt zum Altmarkt, wo die Bombenopfer einst verbrannt worden waren. Hier wird Oberbürgermeisterin Orosz der Öffentlichkeit eine neu gestaltete Erinnerungsstätte übergeben.

"Dies ist ein Ort der Mahnung, des Erinnerns und des Gedenkens. Hier wurden die Leichname tausender Opfer der Luftangriffe des 13. und 14. Februar 1945 verbrannt. Damals kehrte der Schrecken des Krieges, von Deutschland aus in alle Welt getragen, auch in unsere Stadt zurück."

Inschrift auf dem Sandsteinsockel am Altmarkt

Demonstration gegen Rechtsextreme

Das Bündnis "Geh Denken" ruft ab 13:00 Uhr zur Demonstration gegen Rechtsextreme auf, die den 14. Februar zum Anlass nehmen, um in einem "Trauermarsch" der Opfer alliierter Luftangriffe zu gedenken. Das Landesamt für Verfassungsschutz erwartet mehr als 3.800 Rechtsextremisten und rechnet mit "800 bis 1.200 Personen der gewaltbereiten autonomen Szene". Das Bündnis "Geh Denken" geht von bis zu 8.000 Rechtsextremen aus. Die Organisatoren von "Geh Denken" mobilisierten in diesem Jahr erstmals bundesweit und hoffen auf bis zu 10.000 Teilnehmer. Die Demonstrationen starten um 13:00 Uhr am Goldenen Reiter, am Neustädter Bahnhof und am Wettiner Platz. Die Abschlusskundgebung und das Abschlusskonzert finden um 16:00 Uhr auf dem Theaterplatz statt, wo alle Demonstrationszüge zusammenlaufen. Erwartet werden Künstler wie Smudo von den Fantastischen Vier, Sebastian Krumbiegel von den Prinzen sowie Stephanie und Wolfgang Stumph.

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Beiträge zu den Gedenktagen an die Bombenopfer von 1945

Beiträge zum Gedenken an die Bombenopfer von 1945

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2009, 08:18 Uhr

 

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Tel.: 0351 483 3000

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