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Rettungspläne

Hertie Görlitz soll einzeln verkauft werden

Das Görlitzer Hertie-Kaufhaus soll vor dem Aus bewahrt werden. Das hat ein Korrespondent von MDR 1 RADIO SACHSEN am Rande des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Görlitz erfahren. Demnach ist angedacht, das Kaufhaus in der Neißestadt aus der Konkursmasse des Konzerns herauszulösen und einzeln zu verkaufen. Merkel hatte sich zuvor mit dem Betriebsrat des Kaufhauses getroffen. Die Gespräche wurden von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich am Mittwochabend fortgeführt. Auf einer Wahlkampfveranstaltung in der Grenzstadt sprach Merkel das Thema ebenfalls an. Die Kundgebung fand direkt vor dem Görlitzer Hertie-Kaufhaus statt. "Wir versuchen alles, was wir können, um eine wirtschaftlich vernünftige Perspektive zu finden", versicherte Merkel. Scheinlösungen, die nur drei Monate halten, würden allerdings nicht weiterhelfen.

Eines der schönsten Kaufhäuser Deutschlands

Das fast 100 Jahre alte Jugendstilgebäude zählt zu den schönsten Kaufhäusern in Deutschland und soll im Juli geschlossen werden. Die Gläubigerversammlung der insolventen Kaufhauskette hatte am 20. Mai das Aus für die bundesweit 54 Filialen beschlossen. Damit droht auch den rund 50 Mitarbeitern in Görlitz die Arbeitslosigkeit. Das Gebäude in der Görlitzer Altstadt entstand als "Kaufhaus zum Strauß" in den Jahren 1912/13. Im Jahr 1929 wurde das Gebäude Bestandteil des damals größten europäischen Warenhauskonzerns, der Rudolph-Karstadt-AG. Vor vier Jahren wurde das Haus an die Hertie-Warenhauskette verkauft.

Zuletzt aktualisiert: 03. Juni 2009, 19:50 Uhr

 

 
 
 
 
 
 

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