MDR um zwölf | 27.07.2011 | 11:45 Uhr : Mit dem Planwagen unterwegs in Mittelsachsen
In Sachsen sind die Siedler unterwegs: Zum 19. Mal zieht der Tross entlang der Flüsse Mulde und Striegis durch das mittelsächsische Gebirgsvorland. 190 Teilnehmer sind es in diesem Jahr, hinzukommen 47 Pferde, zwei Esel und zahlreiche Hunde. Gemeinsam sind sie acht Tage im Planwagen auf Tour, verzichten auf Handy, Fernsehen und Badewanne. Dafür gibt es Gaukelei und Reiterspiele mit mittelalterlichem Flair. Das Gespräch am Lagerfeuer bis tief in die Nacht gehört beim Besiedlungszug ebenso dazu, wie das tägliche Wecken um 7 Uhr. Ohne Gnade, schließlich müssen bis 10 Uhr alle für den nächsten Fußmarsch bereit sein.
Organisator ist der Verein "Historischer Besiedlungszug"
Der Tross ist am Sonntag von Sachsenburg aus gestartet. Die erste Etappe führte nach Riechberg. Dann geht es weiter über Gleisberg an der Mulde, nach Baderitz, Döbeln, Erlebach, und wieder zurück nach Sachsenburg.
Organisiert wird der Treck vom Verein "Historischer Besiedlungszug". Das Anliegen ist es, die Geschichte der Besiedlung Sachsen nachzuempfinden und altes Brauchtum zu erleben. Allen Siedlern und Besuchern sollen Sitten und Bräuche, Lieder und Tänze, aber auch Abenteuer und Anstrengungen der damaligen Zeit nähergebracht werden.
Die Besiedlung Mittelsachsens um 1156 bis 1162
Die Besiedlung Mittelsachsens ist für den Zeitraum um 1156 bis 1162 verbürgt. Otto von Wettin, später Otto der Reiche genannt, rief 1156 Franken, Thüringer, Niedersachsen und Flamen als Siedler in die Mark Meißen. In harter Arbeit rodeten sie den Urwald und legten Waldhufendörfer an. Diese Landnahme im mittelsächsischen Gebirgsvorland hatte für die Region eine große Bedeutung.
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