Verdienste um sorbische Kultur : Sorbische Autoren mit Cišinski-Preis ausgezeichnet
Für ihr Engagement zum Erhalt sorbischer Kultur und Sprache sind am Sonnabend zwei Autoren mit dem Cišinski-Preis ausgezeichnet worden. Wie das sächsische Wissenschafts- und Kunstministerium mitteilte, ging der mit 7.500 Euro dotierte Hauptpreis in diesem Jahr an den ehemaligen Chefredakteur der sorbischen Tageszeitung "Serbske Nowiny", Benedikt Dyrlich. Die Autorin von Kinderliteratur und Theaterstücken, Eva-Maria Zschornack, wurde mit dem Förderpreis und dem damit verbundenen Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro geehrt.
Preisverleihung im Geburtsort Cišinskis
Die Preise wurden im Kloster St. Marienstern übergeben. Sie sind nach dem Dichter Jakub Bart-Cišinski (1856-1909) benannt, der sich einst für den Erhalt und die Weiterentwicklung der sorbischen Sprache einsetzte. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben. Seit 1982 findet die Verleihung in Panschwitz-Kuckau, dem Geburtsort des Dichters, statt.
Sachsens Wissenschafts- und Kunstministerin Sabine von Schorlemer würdigte die Preisträger für ihr Engagement für die sorbische Kultur. Diese gehöre "zum Reichtum Sachsens". Dyrlich ist Vorsitzender des Sorbischen Künstlerbundes. Knapp 16 Jahre leitete er die sorbische Tageszeitung "Serbske Nowiny". Der 61-jährige Bautzener zählt zu den bedeutendsten sorbischen Dichtern der Gegenwart. Zschornack war fast 20 Jahre lang Chefredakteurin der sorbischen Kulturzeitschrift "Rozhlad" und wechselte in diesem Jahr als Dramaturgin an das Sorbische National-Ensemble in Bautzen. Schätzungen zufolge leben in Sachsen etwa 40.000 Sorben, in Brandenburg etwa 20.000.

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