Sachsen

Proteste gegen Razzia in Jena : Ulbig gerät in Rangelei mit Demonstranten

Sachsens Innenminister Markus Ulbig und dessen Personenschützer sind am Dienstagabend im Dresdner Stadtteil Plauen in eine Rangelei mit Demonstranten geraten. Nach den Angaben eines Sprechers des sächsischen Innenministeriums protestierten die rund 30 Personen mit ihrer nicht angemeldeten Versammlung gegen die Razzia der Dresdner Polizei bei einem Jenaer Jugendpfarrer. Diesem wird nach der Beteiligung an einem Protest gegen eine Neonazi-Kundgebung im Februar in Dresden unter anderem schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen.

Markus Ulbig zeigt das Beispiel einer Handy-Datenauswertung
Innenminister Markus Ulbig

Nach Angaben des Ministeriumssprechers hat sich Ulbig auf dem Weg zu einer CDU-Veranstaltung befunden. Der Minister habe mit den Protestierern zunächst ins Gespräch kommen wollen, die Gruppe habe dies jedoch abgelehnt. Auf dem weiteren Weg in den Veranstaltungssaal sei es dann zu den Rangeleien gekommen. Ulbig selbst sei dabei nichts passiert, sagte der Sprecher. Ein Personenschützer sei jedoch leicht verletzt worden.

Polizei versucht, Teilnehmer zu finden

Als die herbeigerufene Polizei eintraf, waren die Demonstranten bereits verschwunden. Ein Sprecher der zuständigen Polizeidirektion Dresden sagte dem MDR, es werde nun geprüft, ob die Teilnehmer des Protestes gegen das Versammlungsgesetz verstoßen haben. Sollte dies der Fall sein, werde man versuchen, die Identität der Personen festzustellen. Zudem werde geprüft, ob es während der Rangelei mit Ulbigs Sicherheitsleuten zu weiteren Straftaten von Seiten der Demonstranten kam, so der Polizeisprecher.

Zuletzt aktualisiert: 18. August 2011, 15:49 Uhr

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