Borna Schweineblut-Attacke auf Deutsch-arabisches Zentrum

Auf das Deutsch-arabische Kultur- und Bildungszentrum in Borna ist ein Anschlag verübt worden. Wie die Polizei mitteilte, schlugen Unbekannte in der Nacht zum Freitag die Scheiben des Vereinszentrums an der Königsstraße ein und warfen offenbar mit Schweineblut gefüllte Beutel in den Gebetsraum. Verletzt wurde niemand, die Höhe des Sachschadens sei noch unklar. Die Polizei sicherte Spuren, der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Mit Schweineblut beschmierte und durch Steine beschädigte Einrichtung des deutsch-arabischen Kultur-und Bildunsgzentrums in Borna
Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag das Deutsch-arabische Kultur- und Bildungszentrum in Borna angegriffen. Bildrechte: Mehman Rzaev
Mit Schweineblut beschmierte und durch Steine beschädigte Einrichtung des deutsch-arabischen Kultur-und Bildunsgzentrums in Borna
Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag das Deutsch-arabische Kultur- und Bildungszentrum in Borna angegriffen. Bildrechte: Mehman Rzaev
Mit Schweineblut beschmierte und durch Steine beschädigte Einrichtung des deutsch-arabischen Kultur-und Bildunsgzentrums in Borna
Die Täter warfen die Scheiben von Fenstern und Türen mit Steinen ein. Wer die Angreifer waren, ist noch unklar. Bildrechte: Mehman Rzaev
Mit Schweineblut beschmierte und durch Steine beschädigte Einrichtung des deutsch-arabischen Kultur-und Bildunsgzentrums in Borna
Außerdem wurden mit Schweineblut gefüllte Beutel in den Gebetsraum geschleudert, die an den Wänden und auf dem Boden zerplatzten. Bildrechte: Mehman Rzaev
Mit Schweineblut beschmierte und durch Steine beschädigte Einrichtung des deutsch-arabischen Kultur-und Bildunsgzentrums in Borna
Die Gemeindemitglieder fanden am Morgen totel verwüstete Vereinsräume vor. Bildrechte: Mehman Rzaev
Mit Schweineblut beschmierte und durch Steine beschädigte Einrichtung des deutsch-arabischen Kultur-und Bildunsgzentrums in Borna
Fenster, Wände, Fußboden, Außenfassade - überall klebte Schweineblut. Die Gemeinde versuchte, die Räumlichkeiten zumindest notdürftig zu reinigen, damit hier das Freitagsgebet stattfinden kann. Bildrechte: Mehman Rzaev
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Mit Schweineblut beschmierte und durch Steine beschädigte Einrichtung des deutsch-arabischen Kultur-und Bildunsgzentrums in Borna
Bildrechte: Mehman Rzaev

Die Mitglieder der muslimischen Gemeinde reagierten geschockt auf den Anschlag. Sprecher und Vorstandsmitglied Mehman Rzaev sagte MDR SACHSEN, in den Räumen herrsche Chaos. Derzeit werde versucht, Ordnung zu schaffen und die schlimmsten Spuren zu beseitigen, damit das Freitagsgebet stattfinden kann. An ihm nehmen regelmäßig 80 bis 100 Menschen teil. Rzaev kündigte eine Strafanzeige gegen die unbekannten Täter an.

Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke zeigte sich entsetzt über den Anschlag. Einen solchen Vorfall habe es in der Stadt noch nie gegeben, erklärte die Linken-Politikerin und verurteilte die Tat. Am Mittag besuchte sie das Kultur- und Bildungszentrum und sicherte den Vereinsmitgliedern ihre Unterstützung zu. Auch die Nachbarschaft sei über die Attacke entsetzt und habe ihre Hilfe angeboten, so Luedtke.

Solche Übergriffe darf es einfach nicht geben.

Simone Luedtke, Oberbürgermeisterin von Borna

Zuletzt aktualisiert: 04. März 2016, 19:40 Uhr

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129 Kommentare

06.03.2016 23:50 Wessi 129

@ 122 Wolfgang Nun unterstellen Sie mir noch ANTIFA,+Kommunismus,sowie Kriegsverherrlichung nur weil die 1968-Bewegung Adolf-gläubigen.....eeeeeeeeeeeeeeeendlich............
aus den Ämtern gejagt hat.Echter Faschist, was?
Und @ 118 Ekkehard Kohfeld: es wird nach 1945 endlich Zeit, daß Sie und Ihresgleichen mal einsehen, das es eine Befreiung war+sich zu uns Verfolgten, auch der 3.Generation, etwas un-nationaler verhalten würden.Dazu gehört auch der Rückenschmerz, wegen der Vereinigung der beiden Staaten, das Zauberwort heisst."danke".

06.03.2016 20:59 Mediator 128

Also wenn man einige der Beiträge hier liest, dann kann man ja glatt auf den Gedanken kommen, dass in Sachsen nicht das braune Gesindel und ihre Sympathisanten das aktuell größte Problem für die Demokratie und den Ruf des Landes darstellen, sondern die Grünen. Nicht die Brandanschläge auf Flüchtlingsheime, Hetzreden auf Marktplätzen oder das Beschießen von Wohngebäuden sind die aktuellen Gefahren für unsere Gesellschaft, sondern Menschen die „schon Pol Pot“ relativiert haben sollen. ---- Mal ehrlich: Was ist den gefährlicher? Menschen die schwere Straftaten begehen und eine Pogromstimmung in unserem Land befördern, oder Menschen die aus welchem Grund auch immer zu einem bestimmten Thema anderer Meinung sind? Kein Thema ist zu alt um als Rechtfertig herhalten zu müssen. Dass im Kalten Krieg die "Russen" über die Friedensbewegung im Westen dankbar waren ist klar. Schließlich leisteten die politischen Widerstand gegen die Nachrüstung. Wie viele Jahrzehnte ist dies her?

06.03.2016 20:58 Hubert 127

@126 Wolfgang 06.03.2016 19:35 - "Schauen Sie mal, wer heute so alles vom KBW bei den Grünen mitmischt." => mein Freund Trittin. Er war während meiner Studienzeit im Asta. "Könnte es sein, dass daher dieser "Topf" heute grün ausschaut," => der ganze Topf nicht, aber etwas. Zum Ende deines Satzes kann ich nur sagen: Au weia, "Islamismus versüssen???" Auch bei 5 Fragezeichen antworte ich nicht darauf. Das ist mir zu billig. Aber stelle Dir vor: Aus der Sippe meiner ersten Frau saß einer von der NPD im Stuttgarter Stadtrat, mit dem ich auch geredet habe. Wir wurden uns zwar nie einig weil er für mich nur dummes Zeug gelabert hat aber ansonsten war er harmlos.

06.03.2016 19:35 Wolfgang 126

"DKP, KBW, KPD-ML alles in einen Topf!"...Schauen Sie mal, wer heute so alles vom KBW bei den Grünen mitmischt. Könnte es sein, dass daher dieser "Topf" heute grün ausschaut, dort die Leute sitzen, die schon bei Pol Pot reichlich beschönigt haben und heute nach demselben Geschmacksmuster die Diskussion über den Islamismus versüssen???

06.03.2016 19:24 Wolfgang 125

"300.000 Menschen in Bonn unterwandert? Wolfgang, bitte, bleib auf dem Teppich..."

Stimmt...'eingespannt' wäre daher die bessere, weil treffendere, Bezeichnung dafür gewesen. Nach dem Selbstverständnis westdeutscher Friedensgruppen sollten nämlich nur die amerikanischen Pershing II verschwinden...

06.03.2016 19:04 Nicht von und zum Belang 124

Schon wieder Sachsen...

Schämt Ihr Euch nicht langsam für Euer braunes Gesindel?

06.03.2016 19:04 Hubert 123

@120 Wolfgang 06.03.2016 18:18 - DKP, KBW, KPD-ML alles in einen Topf! Die einen haben die anderen als Sozialfaschisten beschimpft. - Unterwandert? Die sind mitgewandert, das ist richtig. 300.000 Menschen in Bonn unterwandert? Wolfgang, bitte, bleib auf dem Teppich...

06.03.2016 18:27 Wolfgang 122

"@ Wessi 114, Wir leben nur so frei hier, weil die Rechten seit 1968 "das Maul halten mussten".

Wohl mit lauten kriegsverherrlichenden Parolen, wie: "Bürger runter vom Balkon, reiht euch ein beim Vietcong!"???

06.03.2016 18:25 Hubert 121

@118 Ekkehard Kohfeld 06.03.2016 17:43 - "...und man könnte auch auf eine vernünftigen Niveau sachlich diskutieren.Würde man nicht dauernd mit Rückenschmerzen Probleme haben weil man sich soweit auf ihr Niveau runter bücken muss." Den Beweis für eine sachliche Diskussion lieferst Du auch gleich mit. Ohne Leerzeichen nach dem Punkt.

06.03.2016 18:18 Wolfgang 120

"Wenn ich mich nicht täusche, dann habe ich keinerlei Namen von Organisationen genannt und Sie wissen natürlich sofort, dass diese unterwandert sind. Ohne irgendein Argument zu nennen versuchen Sie damit friedensbewegte Gruppen zu diskreditieren..." Das könnten Sie auch bei der BSTU nachlesen, denn dort gibt es reichlich Unterlagen über die Tätigkeiten der HVA Abt.X, die gut mit der westdeutschen DKP verbandelt war. Da fällt mir automatisch die Friedensbewegung der 80er ein, die ein reichliches Betätigungsfeld für die DKP und spezielle K-Gruppen, wie dem KBW war...