Sachsen

Erntesaison : In Sachsen hat Aronia-Ernte begonnen

In Coswig bei Meißen ist die Ernte der Aroniabeeren offiziell gestartet worden. Der Betriebsleiter der Firma Obstbau Volker Görnitz & Sohn, Michael Görnitz, sagte, es werde mit einem Ertrag von 120 bis 130 Tonnen gerechnet. Vergangenes Jahr waren rund 80 Tonnen geerntet worden, nachdem Spätfröste die Blüten geschädigt hatten. Das Agrarunternehmen gilt mit 40 Hektar Anbaufläche als Westeuropas größter Aroniabeeren-Produzent.

Aronia seit 1970 in Sachsen kultiviert

In diesem Jahr würde jedoch nur von 28 Hektar geerntet, da zwölf Hektar radikal verjüngt worden seien, sagte Görnitz. In Sachsen gibt es Aronia-Plantagen zudem in Schirgiswalde und Stolpen. Dort beginnt die Ernte wegen des kühleren Klimas jedoch später. In Stolpen werden die Beeren von Hand geernete, dort sind Menschen mit Beeinträchtigungen im Einsatz.

Bundesweit wird die Frucht auf insgesamt rund 75 Hektar kultiviert. Die Beere gilt wegen ihrer hohen Konzentration von Vitaminen und Mineralien als sehr gesundheitsfördernd. Sie wird überwiegend zu Direkt- oder Mischsäften verarbeitet. Der Aronia-Strauch kam um 1900 aus Nordamerika nach Deutschland. In Coswig bei Dresden wird sie seit 1970 kultiviert, zwischenzeitlich gingen große Mengen als Farbstoff in die Lebensmittelindustrie.

Skispringer Jens Weißflog will Gesundheitsbeere bekannter machen

Für den 8. und 9. September ist wieder das traditionelle Aronia-Fest am Elberadweg in Coswig-Brockwitz geplant. Dort soll die Gesundheitsbeere einer breiteren Öffentlichkeit nahegebracht werden. Die robusten Sträucher eignen sich auch für die Kultivierung im Garten. Aroniabeeren können beispielsweise zu Gelees verarbeitet werden. Prominenter Pate der diesjährigen Aroniasaison in Sachsen ist der frühere Skispringer und jetzige Hotelier Jens Weißflog.

Zuletzt aktualisiert: 11. August 2012, 16:04 Uhr

1. Frank Pansa:
Bei mir wachsen seit etwa 1990 im Wohngebiet etwa 6 Aroniabüsche. Jedes Jahr fallen mehrere Kilo Früchte an die bis von mir geerntet und zu Saft und Konfitüre verarbeitet werden. Einfach lecker. Zu meinem Glück hat noch niemand mitgekriegt was an diesen Büschen hängt. Hoffentlich bleibt das so.
12.08.2012
13:12 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK