Sanierung : Meißner Albrechtsburg erstrahlt in neuem Glanz
Zum 300-jährigen Jubiläum des Meissener Porzellans erstrahlt die Albrechtsburg in neuem Glanz. Wie das sächsische Finanzministerium am Freitag mitteilte, wurden in den vergangenen 15 Jahren rund 21 Millionen Euro in den Umbau des spätgotischen Residenzschlosses auf einem Felsen hoch über dem Elbtal investiert. Weitere fünf Millionen Euro stünden für noch ausstehende Vorhaben in den nächsten Jahren zur Verfügung. Bisher wurden der Eingangsbereich umgestaltet und die Ausstellungsfläche auf 4.500 Quadratmeter erweitert.
Burgberg soll Lift erhalten
So unterstützt der Freistaat ebenso wie der Bund die Stadt Meißen beim Bau eines Schrägliftes zur Burg. Dieser soll rund 1,3 Millionen Euro kosten und in der zweiten Hälfte dieses Jahres in Betrieb genommen werden. Eine Sprecherin des Meißner Rathauses sagte dem MDR, der Burgberg werde damit auch für behinderte Gäste und Durchreisende mit wenig Zeit leichter und schneller erreichbar. Zudem wird der Weg zwischen der Schiffsanlegestelle für den Liniendampfer sowie Flusskreuzfahrer und dem Burgberg verkürzt. Bisher müssen Fußgänger über steile Treppen die Burg erklimmen oder können während der Sommersaison einen Citybus nehmen. Der Freistaat unterstützt Meißen auch bei der Umgestaltung des Domplatzes, der auf dem Felsplateau das Gotteshaus und die Albrechtsburg verbindet.
Burg gilt als ältestes Schloss Deutschlands
Die Albrechtsburg verdankt ihrem Namen Herzog Albrecht, dem Begründer der albertinischen Linie des sächsischen Herrscherhauses. Im 15. Jahrhundert erbaut, gilt die Albrechtsburg als ältestes Schloss Deutschlands. Von 1710 bis 1863 beherbergte das Anwesen - insbesondere wegen seiner abgeschiedenen und damit schwer einzunehmenden Lage - die erste Meissener Porzellanmanufaktur. Später wurde die Burg zu eng. Seither wird das "weiße Gold" auf einem neuen Manufakturgelände im Tal des Flüsschens Triebisch hergestellt. An die Anfänge auf dem Burgberg soll vom 8. Mai an eine Sonderausstellung unter dem Titel "Der Stein der Weis(s)en" in den alten Gemäuern erinnern.
