Sachsen

Arzneimittel-Kosten : Sachsen nehmen zu viele Tabletten

Mehr Tabletten, mehr Spritzen - Sachsen liegt beim Arzneimittelverbrauch auf Platz drei im Bundesgebiet. Wie der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) mitteilte, liegt der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr bei 474 Euro. Höher waren die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in der ambulanten Versorgung nur noch in Mecklenburg-Vorpommern mit 493 und Berlin mit 481 Euro.

Alter und Übergewicht verursachen hohen Medikamentenverbrauch

Verschiedene Kapseln, in Packungen und einzeln
Im Osten werden mehr Tabletten geschluckt als im Westen.

Die Gründe für den hohen Bedarf in Sachsen sind laut Verband unter anderem die ältere Bevölkerung und damit mehr altersbedingte Krankheiten, aber auch ein größerer Anteil an Übergewichtigen. Vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer erklärte, dass auch die geringeren Haushaltseinkommen und die höhere Arbeitslosigkeit eine Rolle spielten: Je geringer der Sozialstatus, umso höher sei die Krankheitshäufigkeit, so Fischer.

Sachsens Nachbarländer Thüringen und Sachsen-Anhalt landeten laut Arzneimittel-Atlas 2012 auf den Plätzen vier und fünf mit 463 beziehungsweise 458 Euro. Im Bundesschnitt lagen die Ausgaben der Studie zufolge bei 388 Euro. Die geringsten Kosten fielen mit 343 Euro in Bayern an.

Zuletzt aktualisiert: 04. September 2012, 20:36 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK