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Fußball | DFB-Pokal : Traumhafter Tag für Aue

1. Hauptrunde

Der FC Erzgebirge Aue ist mit einem 3:0-Sieg gegen Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Eine solide Abwehrleistung und gute Chancenverwertung waren der Grundstein zum Erfolg gegen engagierte, aber insgesamt recht einfallslose Hessen. An allen drei Toren war Neuzugang Jacub Sylvestr beteiligt.

Knackpunkt: Rot und Elfmeter

Thomas Paulus bejubelt seinen Treffer mit Halil Savran
Paulus verwandelte den Elfer sicher.

Die Anfangsphase der Partie gehörte klar den Gästen. Sie kamen durch Rode gleich zu einer guten Chance, sein Schuss ging aber knapp am langen Pfosten vorbei (2.). Die Auer starteten erst nach zehn Minuten ernst zu nehmende Angriffe. In der 18. Minute profitierten sie dann von einem Patzer des Frankfurter Abwehrspielers Butscher: Sylvestr sprintete in dessen schwachen Rückpass und ließ sich vom entgegenstürzenden Torhüter Trapp zu Fall bringen. Paulus verwandelte den Elfmeter sicher. Nach der Roten Karte für Trapp spielte die Eintracht nun in Unterzahl, blieb jedoch trotzdem dominant und gefährlich. Die FCE-Abwehr mit den kopfballstarken Innenverteidigern Paulus und Nickenig bekam jedoch nur selten Probleme.

Auch in der zweiten Hälfte hatte Frankfurt deutlich mehr Ballbesitz. Aue kam nur selten zu Kontern - die waren allerdings dann brandgefährlich. Kocers Schuss in der 55. Minute ging noch knapp über den Kasten, der schnelle Gegenstoß fünf Minuten später aber war erfolgreich: Sylvestr schloss von der Strafraumgrenze zum 2:0 ab. Der Druck der Gäste flaute immer mehr ab. Erst ein Feldverweis für Schröder nach einem unnötigen Foul nahe der Mittellinie (70./Gelb-Rot) brachte den Frankfurtern neue Hoffnung. Im Spiel Zehn gegen Zehn aktivierten sie ihre letzten Kräfte, spielten wie im Powerplay und suchten die wenigen Lücken in der Auer Abwehr. Eine fand Meier, aber Aues Keeper Männel rettete (84.). Weniger Glück hatte auf der anderen Seite Nikolov. Der Schlussmann eilte bei einem Auer Konter aus dem Strafraum, schoss aber Hochscheidt an. Den Querschläger bekam Sylvestr, der aus 25 Metern ins leere Tor traf. Er besiegelte Aues ersten Sieg gegen einen Bundesligisten im DFB-Pokal.

Trainerstimmen

Karsten Baumann (Aue): "Wir wollten durch Konter zum Erfolg kommen, was letztendlich auch gelang. In Überzahl hätten wir aber den Gegner weiter weg von unserem Tor halten müssen. Nach dem 2:0 ließen wir uns zu sehr einschnüren. Doch richtig gefährliche Chancen haben wir nicht zugelassen. Nun wollen wir gegen Köln am dritten Spieltag der zweiten Liga den ersten Dreier holen."

Armin Veh (Frankfurt): "Wir haben gut angefangen. Spielentscheidend war der Elfmeter mit der Roten Karte für unseren Torhüter. In der zweiten Halbzeit stellten wir um, kassierten aber das 0:2. Selbst die große Chance zum Anschlusstreffer konnten wir nicht nutzen und mussten am Ende - wieder durch einen Konter - sogar das 0:3 hinnehmen."

Zuletzt aktualisiert: 19. August 2012, 19:17 Uhr

1. Martin Schoner:
Endlich, haben die Auer mal wieder was gezeigt. Hoffentlich nun auch in der Liga!
19.08.2012
20:39 Uhr

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