Sachsen

Tarifkampf : 100 Mitarbeiter des Auerhammers im Warnstreik

Rund die Hälfte der Belegschaft des Auerhammer Metallwerks in Aue ist am Dienstagmittag einem Warnstreikaufruf der IG Metall gefolgt. Mit der Aktion vor den Werkstoren hat die Gewerkschaft ihrer Forderung nach höheren Löhnen für die rund 190 Beschäftigten Nachdruck verliehen. Gewerkschaftssprecher Jörg Brodmann sagte, man wolle sich nicht länger von der Tariflohn-Entwicklung abhängen lassen. Nach seinen Angaben liegen die Verdienste in Auerhammer bis zu 25 Prozent unterhalb des üblichen Niveaus in der Branche. Die IG Metall habe deshalb vorgeschlagen, die Löhne in den nächsten fünf Jahren schrittweise an den Tarifvertrag anzugleichen. Das Unternehmen wolle aber nur jährlich 80 Euro mehr zahlen. Damit sei eine Angleichung nicht absehbar, kritisierte Brodmann. Die Geschäftsführung des Unternehmens teilte auf MDR-Anfrage mit, es würden keine Anfragen zu dieser Thematik beantwortet.

Warnstreik
SACHSENSPIEGEL

Warnstreik im Auerhammer Metallwerk

15.01.2013, 19:00 Uhr | 01:55 min

Der Gewerkschaftssprecher zeigte sich im Gespräch mit MDR 1 RADIO SACHSEN mit der Resonanz auf den Streikaufruf zufrieden. In dem Betrieb werde im Dreischichtsystem gearbeitet. Die hohe Teilnehmerzahl belege, dass auch Mitarbeiter aus der Spät- und Nachtschicht extra zu dem Protest gekommen seien. Von der Geschäftsleitung des Unternehmens ließ sich dem Gewerkschafter zufolge während der 40-minütigen Protestaktion niemand sehen. Nächster Verhandlungstermin in dem Konflikt ist der 12. Februar.

Das Auerhammer Metallwerk stellt unter anderem sogenannte Thermobimetalle, kombinierte Metallbänder aus unterschiedlichen Werkstoffen, Legierungen und metallische Folien her. Die Werkstoffe werden beispielsweise in der Wärmetechnik, im Automobilbau und in der Elektrotechnik eingesetzt. Die Wurzeln des Unternehmens als Eisenhammer reichen bis ins Jahr 1526 zurück.

Ein Plakat mit der Aufschrift "Warnstreik!"
MDR 1 RADIO SACHSEN

Warnstreik in Auerhammer

Etwa 100 Metallarbeiter standen am Dienstag in Aue vor ihrem Werk zum Warnstreik zusammen. Der erste in Aue seit 18 Jahren. Warum die Arbeiter streiken, weiß Nora Kilényi.

16.01.2013, 06:50 Uhr | 01:45 min

Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2013, 10:13 Uhr

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