Sachsen

20 Jahre Stadtsanierung : Bautzener Altstadt wieder im alten Glanz

In Bautzen sind am Dienstag die Feiern zum Jubiläum der Altstadt-Sanierung zu Ende gegangen. Unter dem Titel "20 Jahre Stadtsanierung und Bürgerengagement" gab es in der Stadtbibliothek einen Vortrag. Zudem wurde ein Kurzfilm gezeigt.

In den vergangenen Tagen hat die Stadt mit zahlreichen Veranstaltungen an die Anfänge des Projektes erinnert. Beim Tag des offenen Denkmals am vergangenen Wochenende wurden ein Buch und ein Kalender vorgestellt. Zudem wurde eine Ausstellung eröffnet.

Erfolgreicher Wiederaufbau: Bautzen feiert 20 Jahre Altstadtsanierung

Bautzen, Kornstraße, ca. 1991 Bautzen, Kornstraße Bautzen, Schloßstraße, 1991

Zum Ende der DDR sahen auch in Bautzen viele alte Häuser grau und trist aus, waren dem Verfall preisgegeben. Heute ist die Stadt wieder bunt - dank eines Sanierungs-Großvorhabens, das vor 20 Jahren beschlossen wurde. [Bilder]


72 Millionen Euro investiert

"Rettet die Altstadt!" lautete die Forderung von Bautzener Bürgern nach dem Ende der DDR. Daraufhin wurde eine Sanierungssatzung erarbeitet, die eine der wesentlichen Grundlagen für die Rettung der historischen Altstadt darstellt. Die Stadt befand sich zu Beginn der 1990er-Jahre in einem desolaten Zustand. Über siebzig Prozent der Hauptgebäude wiesen schwere Schäden auf und standen teilweise völlig leer. Mehr als 40 Prozent der Wohnungen waren nach Angaben der Stadtverwaltung nicht nutzbar. Die im Mai 1990 neu gewählte Stadtverordnetenversammlung fasste den Beschluss, zügig zu handeln. Die wertvolle Bausubstanz sollte schnell und umfassend gerettet werden. Der dazu notwendige Beschluss wurde am 24. Juni 1992 gefasst. Darin wurden das Sanierungsgebiet und das Sanierungsverfahren festgelegt.

Seitdem sind in die Sanierung der Bautzener Innenstadt 72 Millionen Euro Städtebaufördermittel investiert worden. Die Neugestaltung ist inzwischen nahezu vollständig abgeschlossen. Herausragende Beispiele sind unter anderem die Kornstraße, die Schloßstraße mit dem Matthiasturm sowie der Schülerturm.

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An dieser Stadt kam keiner vorbei - Bautzen war schon immer ein wichtiges politisches und kaufmännisches Zentrum. Wer sicher die Sumpflandschaften passieren wollte, musste den Zoll entrichten und Station machen. [mehr]


Zuletzt aktualisiert: 17. September 2012, 17:39 Uhr

2. D. Frenzel:
In Bautzen zählt nur der Konsum. Statt Baudenkmäler zu erhalten, baut man Einkaufstempel, die der wunderschönen Altstadt schaden. Statt Händler zu animieren, die Altstadt für das Gewerbe noch mehr zu nutzen und die Innenstadt parkfreundlicher zu machen und der Demografie in Form von altersgerechtem Wohnen im Grünen in der Stadt gerecht zu werden, vertraut man einem Investor, der wenige Referenzprojekte vorweist, sich zum Projekt bedeckt hält und keine Scheu vor Spielhallen im Einkaufstempel hat. Die Stadtväter glauben, große Ketten, wie H&M bringen die tollste Ware nach Bautzen - noch nichts von B- und C-Ware gehört? Ein Stadtoberhaupt, welches auch mal NEIN zu solchen Entscheidungen sagen kann, hätte von vielen Wählern Respekt erhalten. Ich jedenfalls bringe meine Euro nach Dresden/Leipzig und werde demnächst Protestwähler sein, denn nach bereits bestehendem ECE und der Entscheidung zum Bau der Westtangente sehe ich nur, diese Stadtväter haben keinen Mut zum Andersdenken.
14.09.2012
06:50 Uhr
1. Dr. Martin Roebel:
Der Vorher Nachher Vergleich der Stadtsanierung sollte die Bautzner Bürger eigentlich davor abhalten, wertvolle historische Baudenkmäler einem (unnötigen!) zweiten Einkaufszentrum aus Stahl und Beton zu opfern!
12.09.2012
16:16 Uhr

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