Gefahr durch Altbergbau : Die Spree "rostet" - Gefahr für Pflanzen- und Tierwelt
Die Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltung (LMBV) hat am Dienstag über die Belastung der Spree mit Eisenhydroxid und Sulfat informiert. Auf einer Bürgerversammlung in Spremberg wurde eine Studie zum Thema vorgestellt. Das Gesamtprojekt sei sehr komplex und anspruchsvoll und nur im Zusammenarbeit "aller am Prozess beteiligter Behörden, Kommunen und Institutionen" zu bewältigen. Die LMBV kündigte an, erste technische Maßnahmen schrittweise ab 2014 zu realisieren. Vorrichtungen, die zusätzlichen Schutz leisten können, sind laut LMBV beispielsweise Brunnenriegel, Horizontalfilterbrunnen oder Tiefendränagen.
Aktionsbündnis "Klare Spree" gegründet
Ursache der Verschmutzung sind Mineralien in den alten Tagebaukippen; sie bilden in Verbindung mit Luft Eisenhydroxid und Sulfate. Durch den Grundwasser-Wiederanstieg in der Niederlausitz werden diese Stoffe ausgewaschen und gelangen in Flüsse wie die Spree und die Schwarze Elster. Der Tourismusverband Spreewald und verschiedene Bürger haben inzwischen ein Aktionsbündnis "Klare Spree" gegründet. Die rot-braune Färbung durch das Eisenhyroxid, umgangssprachlich auch als Eisenocker bezeichnet, ist für den Menschen ungefährlich. Doch Pflanzen- und Tierwelt können geschädigt werden: Ablagerungen des Eisenockers bedeuteten einen Lebensraumverlust für viele wirbellose Tiere. Zudem können die Kiemen von Fischen verkleben und Laichplätze verschlammen.

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