Dresden/Bautzen Neue Ermittlungen nach Brand im Husarenhof

Die Dresdner Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen nach dem Brand im "Husarenhof" Bautzen wieder aufgenommen. Wie Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein am Dienstag bestätigte, ermittelt die Behörde seit dem 12. Dezember wegen des Verdachts der Belohnung und Billigung von Straftaten gegen Unbekannt. Zur Wiederaufnahme der Ermittlungen hätten sowohl die Aussagen eines Zeugen vor dem Amtsgericht Bautzen als auch eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Valentin Lippmann geführt, so Klein. Zuvor hatte die "Sächsische Zeitung" berichtet.

Zeugenaussage als Grundlage für neue Ermittlungen

Das Amtsgericht Bautzen hatte im November vergangenen Jahres mehrere Männer verurteilt, die beim Brand des ehemaligen Hotels Platzverweisen der Polizei nicht nachkamen und gegenüber Einsatzkräften handgreiflich geworden sind. In dem Prozess hatte ein Feuerwehrmann ausgesagt, in der Brandnacht zwei weitere Gruppen mit jeweils bis zu acht Personen wahrgenommen zu haben. Diese hätten unter anderem "brennt die Hütte nieder" gerufen. Der Grünen-Abgeordnete Lippmann hatte die Landesregierung zu den Konsequenzen nach den Zeugenaussagen befragt und damit den Anstoß zu den Ermittlungen gegeben.

Am 21. Februar 2016 war in dem als Asylbewerberheim geplanten Hotel ein Feuer ausgebrochen. Wer den Brand gelegt hat, ist bisher unklar.

Über dieses Thema berichtete MDR SACHSEN auch im Radio MDR 1 RADIO SACHSEN | 31.01.2017 | Nachrichten | 17 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Januar 2017, 17:23 Uhr