Auftakt der Fußball-EM : Polnische Polizei startet Grenzkontrollen
An der deutsch-polnischen Grenze haben die angekündigten Kontrollen begonnen. Nach Informationen des MDR halten seit Freitagmorgen Beamte auf der polnischen Seite der Autobahn 4 stichprobenartig Fahrzeuge an. Die polnischen Polizisten werden von der deutschen Bundespolizei unterstützt. Grund für die Kontrollen ist der Beginn der Fußballeuropameisterschaft. Polen will verhindern, dass mögliche Gewalttäter ins Land kommen und die Europameisterschaft stören. Die Beamten beider Länder suchen vor allem nach Pyrotechnik und gewaltbereiten Hooligans.
Keine Schlagbäume geplant
Bereits Anfang der Woche hatte der Leiter der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf, Jörg Köhler, Wartezeiten bei der Einreise angekündigt. Das Nachbarland hatte die Grenzkontrollen bei der Europäischen Union beantragt. Von dort wurden sie bestätigt. Geplant ist, Einreisende nach Polen im Zeitraum zwischen dem 4. Juni und 4. Juli zu kontrollieren. Nach Angaben von Köhler wird die Bundespolizei ihre polnischen Kollegen bei den Grenzkontrollen sporadisch unterstützen. Es gebe noch keine konkreten Planungen, welcher Grenzübergang oder welche Straßen wann kontrolliert werden. Die polnischen Kollegen hielten sich vor, je nach Gefahrenlage die Übergänge zu kontrollieren. Die Bundespolizei rät allerdings allen Grenzgängern, die vorgeschriebenen Übergänge zu benutzen. Zudem sollten sie den Personalausweis oder Pass nicht vergessen.
Wie die polnische Polizei mitteilte, werden die Kontrollen nicht mit denen vor dem Schengenbeitritt vergleichbar sein. Es sei nicht geplant, wieder Schlagbäume aufzustellen, sagte eine Sprecherin der "Sächsischen Zeitung". Unklar sei noch, was mit Paddlern auf der Neiße ist. Da seien die Vorschriften nicht eindeutig geregelt.
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