Region Bautzen

Hoyerswerda : Demo zum Gedenken an Opfer von Ausländerhass

Mit einer Demonstration ist in Hoyerswerda an die Opfer der Ausschreitungen gegen Ausländer vor 21 Jahren erinnert worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers zogen 450 Demonstranten friedlich durch die Stadt. Zur Kundgebung hatte die linksgerichtete Initiative "Pogrom 91" gemeinsam mit der bundesweiten Kampagne "Rassismus tötet" aufgerufen. Sie wollen erreichen, dass die Opfer entschädigt und die Gewalttaten von damals als "Pogrom" anerkannt werden.

Stadt weist Begriff "Pogrom" entschieden zurück

Linksgerichte Menschen demonstrieren in Hoyerswerda gegen Ausländerfeindlichkeit
Demo gegen das Vergessen in Hoyerswerda

Die Stadt lehnt diese Bezeichnung ab. In einer Mitteilung heißt es: "Wir wollen die schlimmen Geschehnisse keinesfalls verdrängen oder verharmlosen." Man wende sich aber gegen die Bezeichnung Pogrom, die in Verbindung zur Schreckensherrschaft der Nazis stehe. Die Stadt hat nach eigenen Angaben zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen: Bis Ende Oktober können Vorschläge eingereicht werden, wie ein Ort des Gedenkens aussehen kann.

Hoyerswerda war am 17. September 1991 der erste Ort in Deutschland, in dem nach der Wiedervereinigung die Gewalt gegen Ausländer eskaliert ist. Rechtsextreme griffen damals ein Asylbewerber- und ein Vertragsarbeiterheim an. Hunderte Bürger stachelten sie mit Beifall an. Für lange Zeit stand Hoyerswerda danach als Synonym für Ausländerhass.

Zuletzt aktualisiert: 24. September 2012, 13:12 Uhr

7. MDR.DE-Redaktion:
Liebe Leser und Kommentierer, bei der Anzahl der Demonstranten handelte es sich um die erste offizielle Angabe der Polizei am Sonnabend. Viele Grüße die MDR.DE-Redaktion
24.09.2012
13:12 Uhr
6. Elke Stöber, Medienkoordination:
Leider stimmt die in ihrem Artikel genannte Teilnhemerzahl nicht. DPA, TAZ, DPAD berichten von 450 - 50 Teilnhemern. Wie kommt es zu sochen gravierenden Fehlern bei ihnen? Da sie Öffentlich finanziert werden erwate ich eine ehrliche Berichterstattung. Des weiteren erwarte ich eine Antwwort auf meinen und auch auf die anderen Kommentare.
23.09.2012
21:30 Uhr
5. Matthias Galle:
Korrektur: Polizei schreibt von 450 Teilnehmern [...] - es wäre schön, wenn das korrigiert werden könnte. Löschung wegen externer Links MDR.DE_Redaktion
23.09.2012
17:19 Uhr
4. Marit Müller:
Um 18:22 Uhr immer noch (der Artikel wurde mehrfach aktualisiert) von "200 Demonstranten" zu schreiben und die belegten Störungen (Hitlergrüße etc.) durch Nazis zu verschweigen, sollte eigentlich eine Presseaufsichtsbeschwerde nach sich ziehen!
22.09.2012
21:20 Uhr
3. Gudrun Beimer:
Wenn die Stadt nicht einmal die Fakten anerkennt, dann frage ich mich wie man ehrlichen Herzens überhaupt das damals geschehene thematisieren kann. Sich gegen eine Demonstration gegen Rassismus auszusprechen spricht schon allein für sich. Die Lokalpolitiker und die Bürger in Hoyerswerda sollten sich was schämen! Respekt an die Zivilcourage der Hoyerswerdaer Bürger die die Demonstration unterstützt haben! Es hätte eine Selbstverständlichkeit sein müssen!!!
22.09.2012
21:05 Uhr
2. Max Cziprak:
Diese Darstellung ist mal wieder typisch für den mdr (welcher durch gez finanziert und unabhängig sein sollte) es waren weit mehr als 450 TeilnemerInnen auf der Demo zudem gab es auch mehr als 20 Nazis im Stadtgebiet. Es wurden Hitlergrüße aus verschiedenen Wohnungen gezeigt, der Polizei wars egal! BÜRGER pöbbelten gegen die Demo! Was ist das für ein brauner Sumpf sollte die Überschrift lauten!
22.09.2012
18:07 Uhr
1. Heinz Faßbender:
Es war ein "Pogrom 91". Die Stadt muss diese Realität erkennen oder kann sich den Ideenwettbewerb einpacken.
22.09.2012
11:25 Uhr

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