In einer Kindertagesstätte waschen sich 2014 ein-bis zweijährigen Mädchen und Jungen mit ihrer Erzieherin die Hände
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Kinderbetreuung Bautzen muss an der Gebührenschraube drehen

In einer Kindertagesstätte waschen sich 2014 ein-bis zweijährigen Mädchen und Jungen mit ihrer Erzieherin die Hände
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Die Stadtverwaltung Bautzen plant eine weitere Erhöhung der Kitabeiträge. Wie Oberbürgermeister Alexander Ahrens MDR SACHSEN erklärte, sind die Betriebskosten überproportional gestiegen und müssen deshalb anteilig auf die Elternbeiträge umgelegt werden. Notwendig werde dieser Schritt wegen der hohen Energiekosten und der besseren Bezahlung der Erzieher.

Plätze sollen erschwinglich bleiben

Wie hoch die neuen Beiträge für Krippe, Kindergarten und Hort ausfallen werden, soll nun in den Ausschüssen im Detail geklärt werden. "Wir planen wie in der Vergangenheit die Erhöhung der Kitagebühren moderat zu gestalten und keine großen Sprünge hinzulegen. Weil es uns wichtig ist, dass die Plätze für die Eltern in der Stadt erschwinglich bleiben", betont der Oberbürgermeister. Zuletzt hatte Bautzen die Kitabeiträge 2016 deutlich erhöht.

Die Spreestadt hat fünf Kitas in kommunaler Trägerschaft, außerdem gibt es 13 Einrichtungen von freien Trägern. Laut Ahrens hat die Stadt in der Vergangenheit viel Geld in die Ausstattung insbesondere der städtischen Kitas investiert, so dass die Kinderbetreuung auf einem recht guten Niveau sei. Man habe aber den Anspruch, das weiter auszubauen.

Quelle: MDR/ma

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.10.2017 | ab 12:00 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2017, 06:35 Uhr

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7 Kommentare

02.10.2017 15:15 Fragender Rentner 7

Da fällt mir der Vergleich zu Salzgitter ein, der gestern Abend beim Stern-TV kam.

02.10.2017 11:43 n 6

Wo kommt denn eigentlich das Geld für die "Feststehende, jährlich im August, durchzogene "Diätenerhöhung" für die sächsischen Landtagsabgeordneten her"? Dabei ist es vollkommen unbedeutend, ob von diesen Damen und Herren eine ordentliche Arbeit geleistet wurde, ob man regelmäßig bis zum Schluß einer Landtagssitzung teilgenommen hat, ob man den Reden anderer Mitglieder, nur eben einer anderen Partei, auch zugehört hat, oder ob man in der Zeit einen Kaffee im Foyer getrunken hat. Bei den seltenen Auschnitten einer Tagung, die das MDR dann im "Sachsenspiegel" gesendet hat, war Saal maximal zu ein Viertel besetzt. Das wäre doch mal eine Option für das MDR, dort mehr Präsenz zu zeigen. Ich würde es super finden, wenn ein Verantwortlicher von MDR diese Kommentarmöglichkeit hier nutzen würde. Danke schon im voraus.

02.10.2017 09:19 frank 5

Ich gehörte zu denen, die meinten, dass die Kosten steigen müssen, denn viele haben vermutlich einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz, aber die Gebühren müssen andere mitbezahlen. Vermutlich werden die Kosten noch weiter steigen, wenn immer mehr einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz haben, aber von Hartz 4 leben.
Bis vor kurzem war es noch nicht möglich das zu sagen, ohne ein Nazi zu sein, den wir schaffen das. Menschen die anderer Meinung sind, könnten mich gerne überzeugen, mit sinkenden Kitapreisen.

02.10.2017 07:30 Robert 4

Eine Frechheit ist das, unsere Kita hat nicht mal mehr einen Spielplatz. Diese wurde mangels Sicherheit und Geldnot zur Instandsetzung vom TÜV gesperrt. Interessiert aber keinen, das Rathaus sagt 2019 soll was passieren. Berichten Sie mal darüber.

01.10.2017 21:03 Paul Johannes 3

Wieviele Mrd. muss und wird sachsen noch für die Sachsen LB Pleite zahlen? Irgendwo muss das Geld ja herkommen.
Unten wegnehmen und Oben zubuttern.Andere Bundesländer streben bereits die Beitragsfreiheit in Kitas an.In Sachsen hingegen wird reduziert und abgebaut, wohin man schaut!Lehrer,Ärzte,Polizei....und da will Tillich jetzt RECHTS blinken....nachdem er den Karren in den Dreck gefahren hat. Bei Fussball würde man sagen: Trainer gefeuert !

01.10.2017 20:58 Untermensch aus Dunkeldeutschland 2

Da Verhütungsmittel kein Luxusgut mehr sind, können Eltern sehr wohl entscheiden, ob sie sich Kinder mit entsprechenden Gebühren lesiten können, oder nicht. Nur benötigt niemand nachwachsende Sozialfälle, sonder Qualität. Nur muss diese mittlerweile importiert werden. Leider wird diese Tatsache immer noch ignoriert.

01.10.2017 17:49 Oberlausitzer 1

Klar. Die Straßenbaubeiträge wurden abgeschafft - und jetzt müssen die Familien mit kleinen Kindern dafür bluten.