Grenzkriminalität : Neue sächsisch-polnische Dienststelle eröffnet
Im polnischen Piensk nahe der sächsischen Grenze ist am Donnerstag ein neues Polizeirevier eröffnet worden. Dort sollen künftig polnische und sächsische Polizisten in der gemeinsamen Fahndungsgruppe "Neiße" gegen Grenzkriminalität vorgehen. Zehn Ermittler gehören derzeit zur Fahnungsgruppe, im Januar 2013 sollen weitere zehn Beamte dazukommen. Nach Ansicht des sächsischen Innenministers Markus Ulbig bedeute doppelt soviel Personal "zu allererst mehr Sicherheit für die Menschen an der deutsch-polnischen Grenze." Die Fahndungsgruppe "Neiße" ist seit Juli 2010 im Einsatz. In Görlitz und Zgorzelec gibt es bereits gemeinsame Dienststellen.
Immer wieder sorgt Grenzkriminalität in Sachsen für Negativschlagzeilen. Erst vor wenigen Tagen beklagte der Präsident der Handwerkskammer Dresden die hohe Diebstahlrate bei sächsischen Unternehmen in Grenznähe. Es entstehe der Eindruck, die Situation werde nicht mehr beherrscht. Mehr als ein Viertel der ostsächsischen und südbrandenburgischen Unternehmen hätte, im Vergleich zum Vorjahr, mit einer schlechteren Sicherheitslage und zunehmender Kriminalität zu kämpfen. Der wirtschaftliche Schaden für die Firmen sei inzwischen immens. Im Kammerbezirk Dresden gaben die 532 an der Umfrage beteiligten Unternehmen einen Gesamtschaden von 1,35 Millionen Euro an.

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