Lebenslang hinter Gitter Nach Mord im Asylheim Hoyerswerda - Urteil ist rechtskräftig

Die Figur der Justitia
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Im Mordprozess um den Tod einer Afghanin in Hoyerswerda hat der Bundesgerichtshof die Revision des Verurteilten verworfen. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Das Landgericht Görlitz hatte den Ehemann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der damals 32-jährige Asylbewerber hatte seine 25 Jahre alte Ehefrau vor einem Jahr mit einem Kissen erstickt.

Mann wollte sich absetzen

Asylbewerberunterkünfte in Hoyerswerda
Aus Eifersucht hatte der Afghane seine Frau in der Asylunterkunft umgebracht. Bildrechte: MDR/Anne Sophie Köhler

Direkt nach der Tat war der Afghane mit seinen vier Kindern geflohen. Er wurde später an der ungarisch-serbischen Grenze verhaftet. Die Frau war von Mitarbeitern der Asylunterkunft in ihrem Zimmer tot aufgefunden worden. Zunächst hatte es geheißen, dass es keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gebe. Erst die Obduktion ergab, dass der Fall anders lag.

Nach Angaben des Landgerichts Görlitz hatte der Angeklagte die damals 25-Jährige aus niederen Beweggründen getötet. Er habe aus Eifersucht seine Frau im August 2016 umgebracht, indem er ihr ein Kissen ins Gesicht drückte. Hintergrund sollen Trennungsabsichten der Ehefrau gewesen sein, von denen ihr Mann erfahren hatte. Der Angeklagte habe seiner Frau das Lebensrecht abgesprochen, weil sie sich ihm nicht länger unterwerfen wollte, sagte der Vorsitzende Richter, als der Prozess verhandelt wurde.

Quelle: MDR/PM/ma

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.10.2017 | ab 14:00 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

Zuletzt aktualisiert: 06. Oktober 2017, 12:57 Uhr

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