Sachsen

Dohna : Sieben Verletzte bei Verpuffung in Aluminiumgießerei

Sieben Mitarbeiter des Automobilzulieferers Druckguss Heidenau sind bei einem Brand auf dem Werksgelände in Dohna verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatte es am Mittwochmorgen gegen acht Uhr in einer Produktionshalle eine heftige Verpuffung und eine Druckwelle gegeben. Das dadurch entstandene Feuer verursachte dichten Rauch. Daraufhin wurde vorsorglich das gesamte Werksgelände evakuiert. Die Einsatzkräfte brachten insgesamt 100 Menschen in Sicherheit und versorgten die Verletzten ambulant.

Schwierige Löscharbeiten

Bei einem Feuer auf dem Gelände des Autozulieferers Druckguss Heidenau sind sieben Menschen verletzt worden
Zeugenaussagen zufolge war die Rauchsäule kilometerweit zu sehen. Gefahr für die Anwohner bestand aber nicht.

Das Feuer konnte nach zwei Stunden gelöscht werden. Der Stadtverwaltung Dohna zufolge war es in der Aluminiumgießerei von Druckguss Heidenau ausgebrochen. Die Löscharbeiten seien schwierig gewesen, weil wegen des heißen Aluminiums kein Wasser eingesetzt werden durfte. Am Mittag konnte die Firma wieder betreten werden. Nur die betroffene Produktionshalle blieb vorerst gesperrt. Ein Polizeisprecher erklärte, es würden noch Spuren gesichert. Die Brandursache sei bisher unklar. Die Eigentümer teilten dagegen mit, es habe sich um einen technischen Defekt gehandelt. Noch keine Angaben gibt es zur Schadenshöhe. Laut Stadtverwaltung Dohna muss der betroffene Kessel erst abkühlen, bevor das ganze Ausmaß des Schadens begutachtet werden kann.

Insolvenz wegen Altlasten

Das Druckgusswerk in Dohna gehört zur DGH Group Druckguss Heidenau und beschäftigt etwa 170 Mitarbeiter. Insgesamt gehören sechs Firmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern mit fast 700 Beschäftigten zu der Gmbh. Im Juni hatte die Unternehmensgruppe Insolvenz anmelden müssen. Als Gründe wurden unter anderem der enorme Preisdruck in der Auto-Zuliefererbranche sowie unrentable Altverträge mit den Herstellern angeführt. Mittlerweile haben aber Großkunden des Unternehmens und Banken ihre Unterstützung bei der Sanierung signalisiert.

Zuletzt aktualisiert: 01. August 2012, 20:54 Uhr

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