Sachsen

Direkte Bürgerbeteiligung : "Bürgerkompass" soll Regierung den richtigen Weg weisen

Sachsen hat am Sonnabend eine neue Form der Bürgerbeteiligung ausprobiert. Beim sogenannten"Bürgerkompass" hatten rund 200 Menschen das Wort, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Christina Tillmann von der federführenden Bertelsmann Stiftung sagte dem MDR, mit der Auswahl soll die "Vielfalt Sachsens" abgebildet werden. Es waren Menschen aus allen Regionen, aller Altersgruppen ab 18 Jahren und aller Bildungsschichten ausgewählt worden. Sie haben freiwillig an dem bundesweit einmaligen Experiment der direkten Bürgerbeteiligung teilgenommen und nur die Fahrtkosten ersetzt bekommen.

Tillich nimmt Empfehlungen ins Kabinett mit

Plenarsaal des sächsischen Landtags in Dresden.
Welche Themen aus dem "Bürgerkompass" werden im Landtag landen?

Die 200 Sachsen haben zunächst in 33 Arbeitsgruppen zu den Bereichen Wirtschaft und Soziales, Bildung und Erziehung sowie Infrastruktur beraten. Ziel war es, brennende Themen zu benennen. Andrea Valendiek von der Staatskanzlei zog auf MDR-Anfrage am Sonnabend eine positive Bilanz. Die Arbeitsgruppen hätte je Themenschwerpunkt drei Empfehlungen verfasst und am Nachmittag Regierungschef Stanislaw Tillich vorgelegt. Tillich habe zugesichert, die Empfehlungen "sehr ernst" zu nehmen und mit den Fachministern durchzuarbeiten.

Christina Tillmann hatte vorab erklärt, es gehe bei dem Pilotprojekt nicht um Einzelmeinungen, sondern um Probleme und deren Lösungsansätze, die nach einem mehrstündigen Diskurs erarbeitet werden. Im Nachgang ist nach Angaben der Bertelsmann Stiftung noch eine repräsentative Bürgerbefragung geplant. Danach werde sich zeigen, ob sich die Themen der Arbeitsgruppen mit denen der Gesamtbevölkerung decken, hieß es. Ob es eine Wiederholung des "Bürgerkompasses" geben wird, ist indes noch unklar. Nach Angaben der Staatskanzlei haben die rund 200 Bürger mehrheitlich verlauten lassen, bei einer Neuauflage wieder mitmachen zu wollen.

Zuletzt aktualisiert: 24. November 2012, 22:28 Uhr

8. wie geblendet muss man sein?:
Toll, BLÖD-Zeitung und Tillich jubeln sich zu. Ergebnisse gibts keine, das wäre ja des guten zuviel. Da kommt zusammen, was zusammengehört.
26.11.2012
13:05 Uhr
7. petra:
benjamin es war kein pioniernachmittag für erwachsene ich war dabei es sollten nur negativ berichtet werden über sachen die man weiß ansonsten schließe ich mich dem beitrag von herbert an
25.11.2012
18:10 Uhr
6. Herbert:
Allen Zweiflern zum Trotz: Die "Auserwählten" wurden wirklich und ehrlich per Zufall telefonisch ausgewählt! Ich kann es bestätigen, ich war dabei und hatte bisher mit der Politik überhaupt nichts zu tun!!! Die Ergebnisse wurden auch ehrlich dem Ministerpräsidenten ausgehändigt, die Kritik wurde nicht gefiltert! Was nun an Ergebnissen folgt, bleibt natürlich abzuwarten...
25.11.2012
13:29 Uhr
5. Agnes:
Was ist schon so ein unverbindlicher Bürgerkompass gegen den verbindlichen Bankenkompass?
24.11.2012
21:25 Uhr
4. Horsti:
2. Heiko: LOL selten so gelacht. Wer werden wohl die 200 "AUSGEWÄHLTEN" sein???
24.11.2012
19:15 Uhr
3. Kaldenbach Jörg :
In Sachsen ist dies schon lange fällig-nicht FDJ Gruppe sondern die ehrliche Frage wie wurde ausgewählt.Menschen ohne Relgion,Menschen mit einer Behinderung,Katholiken,Juden,Jugendliche,Senioren und viele Andere.Wer legt diese Ausgewählten fest ? Sind es die sogenannten Treuen der Regierenden?Eine wirklich ehrliche Antwort erwartet der Bürger bestimmt !!!!!!!!
24.11.2012
18:51 Uhr
2. Heiko:
Ich finde dass gut Bürgerkompass , sollte in jedem Bundesland eingeführt werden, weil die Landesregierungen nicht alleine es schaffen die Probleme zu lösen die es so gibt in den 16 Bundesländern.
24.11.2012
17:41 Uhr
1. Benjamin:
Was für ein Schwachsinn, 200 auserwählte in einer Arbeitsgruppe. FDJ-Nachmittag für Erwachsene!
24.11.2012
16:41 Uhr

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