Bundestagswahl Das sagen sächsische Politiker zum Wahlergebnis

Der Ministerpräsident von Sachsen und scheidende Bundesratspräsident Stanislaw Tillich (CDU)
Stanislaw Tillich, (CDU) Ministerpräsident Sachsen "Man muss sich fragen, was haben wir nicht gehört, was die Bevölkerung umgetrieben hat, was sie uns sagen wollte und wir in den politischen Debatten schlichtweg nicht aufgenommen haben und nach Lösungen gesucht haben. Und die Frage wird man sich stellen müssen. Die Republik ist insgesamt liberal-rechtskonservativer geworden?" Bildrechte: dpa
Der Ministerpräsident von Sachsen und scheidende Bundesratspräsident Stanislaw Tillich (CDU)
Stanislaw Tillich, (CDU) Ministerpräsident Sachsen "Man muss sich fragen, was haben wir nicht gehört, was die Bevölkerung umgetrieben hat, was sie uns sagen wollte und wir in den politischen Debatten schlichtweg nicht aufgenommen haben und nach Lösungen gesucht haben. Und die Frage wird man sich stellen müssen. Die Republik ist insgesamt liberal-rechtskonservativer geworden?" Bildrechte: dpa
Martin Dulig
Martin Dulig, SPD-Chef Sachsen Sachsen SPD-Parteichef bezeichnet das Ergebnis der Bundestagswahl als bittere Niederlage für seine Partei. Die SPD werde die Rolle der Opposition annehmen, sagte Dulig am Sonntag in Dresden. Es sei richtig, dass man auch Konsequenzen ziehen müsse: "Das ist ein bitterer Tag. Aber ich finde, heute kann sich kein Demokrat freuen", sagte er mit Blick auf das Abschneiden der AfD.

Es würden nun Abgeordnete im Bundestag sitzen, die man als "Post-Faschisten" bezeichnen müsse. Das sei für die Sozialdemokraten mit ihrer Geschichte besonders bitter. Dulig forderte die SPD-Mitglieder auf, jetzt den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Es gebe viel zu tun.
Bildrechte: MDR/Daniel Förster
Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry stellt am 16.12.2016 in Berlin eine App vor.
Frauke Petry, Vorsitzende der AfD Sachsen Frauke Petry sieht im Wahlerfolg ihrer AfD den Ansporn, in den kommenden vier Jahren den "Regierungswechsel für 2021" vorzubereiten. Im MDR sagte sie: "Denn genau genommen hat zwar die CDU drastisch verloren. Allerdings viel zu wenig angesichts der desaströsen Fehlsteuerung in diesem Land. Wir brauchen in der Opposition die Ideen, die wir außerparlamentarisch auch schon präsentiert haben. Wir müssen sie dort auf dem nationalen Parlament debattieren. Aber sie müssen mehrheitsfähig werden in Deutschland. Am Ende brauchen wir eine parlamentarische Mehrheit in einer Regierungskoalition, um die Änderungen anzupacken, die uns vorschweben." Bildrechte: dpa
Rico Gebhardt
Rico Gebhardt, Landeschef der sächsischen Linken Rico Gebhardt nannte das Wahlergebnis einen Denkzettel. Er sagte: "Wir müssen alle darüber nachdenken, was dieser Wahlabend heute bedeutet für die Bundesrepublik. Es gibt tatsächlich eine Entwicklung, die deutlich nach rechts geht. Trotzdem bedeutet das für die bisher im Bundestag vertretenen Parteien und auch für meine Partei vielleicht mal ein bisschen Nachdenklichkeit, was diesen Tag heute betrifft. Und wir müssen uns hart auseinandersetzen in den nächsten vier Jahren mit einer Partei, die der Meinung ist, dass man gegen Fremde, gegen Ausländer hetzen kann, ganz offensiv dafür auch Zustimmung bekommt in der Bevölkerung." Bildrechte: dpa
Torsten Herbst
Torsten Herbst, Generalsekretär der sächsischen FDP FDP-SpitzenkandidatTorsten Herbst hat das Comeback der Liberalen als Riesenerfolg gewertet. "Die Sehnsucht vieler Bürger nach einer freiheitlichen Kraft, die einen starken Kontrast zur satten und selbstzufriedenen schwarz-roten Koalition sowie zu linken Umverteilungsparteien bietet, war offenbar groß", betonte er am Sonntagabend in Dresden. Man sehe das Ergebnis mit "Stolz und Demut". Bildrechte: dpa
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