Stadtteilfest in Dresden Bunte Republik Neustadt verläuft weitgehend friedlich

Die Bilanz von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt ist positiv: Festtypisch und ohne besondere Auffälligkeiten sei das Stadtteilfest BRN am Wochenende verlaufen. 75 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten wurden festgestellt - darunter ein versuchter sexueller Übergriff auf eine Frau, Verstöße gegen das Betäubigungsmittelgesetz und gegen das Waffengesetz sowie Sachbeschädigung und das Skandieren des Hitlergrußes. Samstagnacht mussten auch die Sanitäter oft ausrücken.

Die Polizei und die Stadt Dresden ziehen ein positives Fazit vom Stadtteilfest "Bunte Republik Neustadt". Nur vereinzelt sei es zu typischen Vorkommnissen am Rande derartiger Großveranstaltungen gekommen, teilte die Polizeidirektion Dresden am Sonntagnachmittag mit.

75 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten wurden demnach seit Freitag festgestellt. Es kam zu 33 Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und 13 Körperverletzungsdelikten. Weiterhin notierten die Beamten zehn Diebstähle, sechs Sachbeschädigungen, vier Beleidigungen sowie vier Verstöße gegen das Waffengesetz. "Gemessen an der Vielzahl der Besucher bewegen sich die Zahlen im Rahmen", hieß es von der Polizei.

Eine versuchte Vergewaltigung und der Hitlergruß

Zwei Männer kamen am Sonnabend vorübergehend in Polizeigewahrsam, weil sie auf dem Festgelände randalierten. Sie hatten unter anderem ein Moped am Bischofsweg beschädigt. Gegen einen 19-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Er hatte mehrfach den Hitlergruß gezeigt. In der Görlitzer Straße trafen Polizeibeamte einen 37-jährigen Mann, der einen sogenannten Hirschfänger und ein Jagdmesser bei sich hatte. Gegen ihn wird wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

In der Nacht zum Sonnabend versuchte ein Unbekannter sich an einer 31-Jährigen zu vergehen. Der Täter zog die Frau auf einer Wiese an der Paulstraße zu Boden. Weil sie um Hilfe rief, ließ er von ihr ab und flüchtete. Fahndungsmaßnahmen der Polizei blieben bisher ohne Erfolg. Insgesamt waren mehr als 300 Beamte am BRN-Wochenende im Einsatz.

Nach Angaben der Stadt Dresden mussten über 80 Personen medizinisch versorgt werden. Besonders in der Nacht zum Sonntag hatten die Sanitäter mit über 60 Einsätzen viel zu tun.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.06.2017 | 18:30 Uhr
Nachrichten aus dem Regionalstudio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2017, 19:23 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

2 Kommentare

19.06.2017 12:15 Janes 2

@Gehts noch 1: Die Polizei wird auch nicht alles was sie wissen an die Presse melden! Unbekannt bezieht sich vermutlich vielmehr in erster Linie auf dessen Namen.

18.06.2017 22:48 Gehts noch 1

Zitat: "BNR ohne besondere Auffälligkeiten ..., versuchte ein UNBEKANNTER sich an einer 31-jährigen Frau zu vergehen. ... Fahndungsmaßnahmen der Polizei blieben bisher ohne Erfolg."
Wenn der Täter ein UNBEKANNTER war, bin ich mal auf den Fahndungserfolg der Polizei gespannt. Was wird wohl die betroffene Frau sagen, wenn die BNR als unauffälliges Fest von Polizei, Ordnungsamt und Feuerwehr eingestuft wird?