Sachsen

Fangruppen unter Beobachtung : Keine Extremisten beim CFC

Fußball-Drittligist Chemnitzer FC hat keine Informationen zu rechtsextremen Fangruppen in seinem Umfeld. Der Leiter der Geschäftsstelle, Lutz Fichtner, teilte dem MDR auf Anfrage mit, ihm sei nicht bekannt, dass der Verein oder Fans unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stünden.

Stadionverbote für ehemalige Führungskräfte

Chemnitzer Fans haben in ihrem Fanblock Rauchbomben gezündet.
Die "Fankultur" in Fußballstadien sorgt seit Jahren für politische Diskussionen.

CFC-Sprecher Fichtner widersprach damit einem Bericht vom Wochenende. Die "Sächsische Zeitung" hatte unter Berufung auf Sachsens Innenminister Markus Ulbig berichtet, dass der Verfassungsschutz des Landes derzeit vier Fangruppen der Fußballklubs Lok Leipzig und Chemnitzer FC unter Beobachtung hat. Beim Chemnitzer FC handele es sich um die Gruppierungen "Hoonara" und "New Society".

Laut Fichtner wurde die Gruppe "Hoonara" im Jahr 2000 aufgelöst. Sie existiere in ihren Strukturen nicht mehr, erklärte Fichtner. "Gleichfalls existieren ehemalige handelnde Personen nicht mehr in der Fan-Szene des Chemnitzer FC." Die Gruppierung "New Society" sei vor drei Jahren im Stadion "hinsichtlich ihrer Symbolik" verboten worden. "Die damaligen Führungskräfte haben seither Stadionverbote." Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass sich neue Splittergruppen bilden. Der Chemnitzer FC werde auch weiterhin verfassungsfeindlichen und rassistischen Bestrebungen entgegentreten. Entsprechende Maßnahmen seien erst zum letzten Heimspiel gegen den Halleschen FC am 01. September ergriffen worden, betonte Fichtner. Dabei seien die Personalien von Stadionbesuchern aufgenommen worden, die zuvor Pyrotechnik gezündet haben.

Zuletzt aktualisiert: 20. September 2012, 21:20 Uhr

5. Reiner Arndt:
Chemnitz ist doch nur ein Beispiel von vielen: Solange die Vereine es hin-nehmen, dass viele Zuschauer sich nicht be-nehmen, haben sie nichts Besseres verdient als ständigen Ärger mit Polizei, Staatsanwaltschaft, Politik und DFB. "Altmodische" Fußballanhänger wie ich, die allein am Spiel interessiert sind, und dabei Erfüllung finden - ganz ohne Fan-Club, Fahnen, Wimpel, Mützen, "Cheerleaders" oder Pyrotechnik - fühlen sich einer aussterbenden Spezies zugehörig und gehen seit langem schon nicht mehr hin. Das stört aber sonst keinen, ich weiß. Dann soll aber auch kein Verein hinterher ankommen und sich über diejenigen aufregen, die heutzutage die Ränge beherrschen!
20.09.2012
18:08 Uhr
4. Pottwal:
Tja, welch Zufall, lieber Rainer. Die kommen immer dann, wenn auch auf der Gegenseite "unpolitische Familienväter", die selbstverständlich "nur das Spiel verfolgen wollen" nach Chemnitz reisen. Aber ich weiß schon, diese Kehrseite der Medaille wird nicht so gern gehört und lieber gleich ganz unterschlagen. Schließlich haben wir ja Demokratie und Meinungsfreiheit.
20.09.2012
14:44 Uhr
3. CFC Fan Zwickau:
@ Reiner Zufall: Hast recht, das ist einfach nur lachhaft. Wenn man nix sehen will, sieht man halt auch nix ;-) @Pottwal: Glaub mir, hier in Zwickau wissen viele wer das war. Ich denke aber mal sagen zu können das derjenige nichts mit Rechten am Hut hat, sondern das das einfach nur ziemlich blöd und unüberlegt war - halt im Siegestaumel!
20.09.2012
13:48 Uhr
2. Rainer Zufall:
Stimmt, und am Pufferblock zum Gästeblock stehen auch immer die unpolitischen Familienväter samt ihrem Sohnemann, die nur das Spiel verfolgen wollen. Nein, nein, Chemnitz hat kein Problem mit rechten Fans und HooNaRa wie NS-Boys stehen auch nicht mehr Stadion. Lachhaft!
20.09.2012
13:13 Uhr
1. Pottwal:
Ach, hat man mal wieder zwei sächsische Vereine herausgepickt, um seine eigene Wichtigkeit demonstrieren zu müssen? Was ist eigentlich bei dem unterstellten H-Ruf in der Kabine des FSV Zwickau herausgekommen? Lasst mich raten: Nichts?
19.09.2012
14:30 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK