Sachsen

Autobahn 72 : Eilantrag stoppt Ausbau

Ein schneller Baufortschritt der Autobahn 72 zwischen Borna und Rötha ist möglicherweise wieder in weite Ferne gerückt. Eine Gerichtssprecherin sagte, dem Bundesverwaltungsgericht liegt ein Eilantrag vor, der einen sofortigen Baustopp für den zehn Kilometer langen Teilabschnitt zur Folge hat. Sie bestätigte damit einen Bericht der "Leipziger Volkszeitung". Demnach wurden bis zum Ablauf der Klagefrist gegen den Planfeststellungsbeschluss zwei Klagen gegen das Verfahren eingereicht.

Kein Naturschutzverband unter den Klägern

Neben der bereits bekannten Klage eines Unternehmens soll es sich bei der zweiten Klage um einen Einwand einer Privatperson handeln, der erst am vergangenen Donnerstag eingegangen sein soll. Naturschutzverbände stehen der Zeitung zufolge nicht hinter den Klagen.

Sachsen Verkehrsminister Sven Morlok sagte der Zeitung, er hoffe im Interesse der Anwohner, dass es durch die Eilanträge zu keiner Verzögerung komme. Der Abschnitt nördlich von Borna entlaste die Einwohner Espenhains von Durchgangsverkehr, Lärm und Abgasen. Morlok versprach eine schnelle Prüfung der Klagebegründungen, der Freistaat wolle so bald wie möglich mit den Bauarbeiten beginnen - die A72 sei eines der wichtigsten Verkehrsprojekte des Freistaates.

2006 sollte der Verkehr rollen

Ursprünglich sollte die Autobahn schon zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 fertig sein. Sechs Jahre später ist sie nur von Chemnitz bis Penig befahrbar, Borna sollte 2013 folgen.

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2012, 21:21 Uhr

6. Helga:
Es ist ein Skandal dass wieder einmal "ein" Unternehmer aus dem "Westen" im "Osten" bestimmen kann ob eine dringent benötigte Straße gebaut wird oder nicht !!! An dem See wird mit hässlichen Häusern das Ufer zugebaut und sicher verdient die Firma [...] viel Geld damit. Löschung MDR.DE_Redaktion
21.09.2012
16:46 Uhr
5. matze:
Es ist schon kurios: Da klagen ausnahmsweise mal keine Umweltverbände und man freut sich, daß die A72 vielleicht bald fertig ist, da kommt ein Unternehmer aus Baden-Würtenberg (!!) und klagt. Das deutsche Baurecht scheint völlig aus dem Ruder zu laufen. Einer gegen viele - an die Espanhainer denkt da wohl niemand. Ich dachte mal, das Allgemeinwohl geht vor, aber das Wohl eines Einzelnen scheint doch drüber zu liegen. Oder ist viel Geld gezahlt worden?? Armes Deutschland...
20.09.2012
11:14 Uhr
4. Paulchen:
@Markus Wenn man die Ironie zur Waldschlösschenbrücke weglässt, wird andersherum ein gute Schuh daraus. Bin schon gespannt, wieviel Verkehr nächstes Jahr dort fahren wird: Entweder die Brücke rentiert sich nicht, oder die Anwohner werden sich beim Stau im fehlenden Verbindungsnetz ziemlich schnell beklagen. Ansonsten: Ja, eine Autobahn induziert deutlich mehr CO2, vorallem, weil man dort eben keine Kurven hat und deswegen öfter und schneller fahren kann ;-)
18.09.2012
19:11 Uhr
3. Markus:
So war das auch in Dresden: alle, die an der Elbe wohnen, wollten die Brücke dringend, so schnell wie nur möglich. Und alle, die woanders wohnten, wollten nur die Natur schützen. Auf Kosten von den anderen natürlich.
18.09.2012
18:04 Uhr
2. Chemser:
@Markus Inhaltlich - soweit wie ich das entziffern konnte - magst du ja recht haben, aber bitte bevor du das nächste mal einen Post abschickst, nochmal drüber lesen. Es ist verdammt anstrengend, wenn Wörter fehlen oder sinnentfremdend falsch geschrieben sind. Zum Thema: Das Jahrhundertprojekt A72 wird wohl nie fertig. Und selbst wenn, wird man dann mit der Sanierung am Anfang wieder beginnen müssen. Ich will ja keinem das Recht auf Klage verwehren, aber an irgendeiner Stelle sollte doch mal für die Mehrheit der Bürger entschieden werden.
18.09.2012
16:20 Uhr
1. Markus:
Das ist ja unverschämt: so viele Leute müssen auf der kurwigen Langstrasse mit dem Leben riskieren, nur weil einem oder anderem etwas nicht paßt: entweder Fledermäuse werden unglücklich, noch einem Frosch wird zu schwer, die Straße zu überqueren, noch einem vermutete Lärm stört... Und wieviel CO2 überflüssigemittiert wegen der fehlenden Autobahn wurde - hat das jemand gezählt? Heute ist zu wählen: entweder sehr kurwige Landstrasse, oder über A9 fahren, oder über A14, wenn man von Chemnitz nach Leipzig muß. Alles ist extrem belastend für die Natur und auch nicht ungefährlich... Vielleicht mußte der Staat im Interessen von Öffentlichkeit auch Gegenklage einreichen - um alle Schaden, die durch der Verzögerung der Bau entstehen, von diesen Abbremser mindestens finanziell zurück zu bekommen?
18.09.2012
12:09 Uhr

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