Entdeckung Chemnitzer entdeckt fliegende Schwiegermutter

Ein Biologe aus Chemnitz hat zwei neue Schmetterlingsarten entdeckt. Um die neuen Flattertiere zu finden, musste er einige Anstrengungen auf sich nehmen - auch zu Ehren seiner Schwiegermutter.

Steinspanner Sabine
Der Falter "Steinspanner Sabine" lebt in den Höhen des Altai. Bildrechte: Museum für Naturkunde Chemnitz/dpa

Der Chemnitzer Biologe Sven Erlacher hat zwei neue Schmetterlingsarten entdeckt. Der Schmetterlingsforscher fand die "Steinspanner Sabine" (Gnophopsodos sabine) und "Gefleckter Steinspanner" (Gnophopsodos ravistriolaria pantherinus) benannten Insekten im russischen Altai-Gebirgsmassiv in einer Höhe von 1.400 bis 2.440 Metern. Laut dem Kurator des Chemnitzer Naturkundemuseums sind die Falter hellbraun gemustert und haben eine Flügelspannweite von rund drei Zentimetern. Erlacher bestimmte die Schmetterlinge im Rahmen einer einjährigen Forschungsarbeit.

Fliegende Schwiegermutter

Gefleckter Steinspanner
Auch der Gefleckter Steinspanner (Gnophopsodos ravistriolaria pantherinus) ist ein Gebirgsfalter aus Mittelasien. Bildrechte: Museum für Naturkunde Chemnitz/dpa

Seinen Namen bekam der Steinspanner Sabine nach der Schwiegermutter des Forschers. "Ich wollte sie ehren, weil sie so eine liebenswürdige Frau ist", sagte Erlacher zur Begründung. Gewöhnlicherweise werden neue Arten nach dem Ort ihrer Entdeckung, nach besonderen Merkmalen oder nach anderen Forschern oder öffentlichen Persönlichkeiten benannt. Erlacher hatte schon im vergangenen Herbst den Schmetterling Hilmars Steinspanner (Gnophopsodos hilmari) gefunden. Diesen in Zentralasien beheimateten Falter hatte er nach dem Chemnitzer Künstler Hilmar Messenbrink benannt.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.05.2017 | 18:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Mai 2017, 16:16 Uhr

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