15-facher Mordversuch Mehrjährige Haft nach Anschlag auf Asylheim in Zwickau

Das Landgericht Zwickau hat einen 32-Jährigen zu einer Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Das Gericht sprach den Familienvater des 15-fachen Mordversuchs und versuchter schwerer Brandstiftung schuldig. Er hatte am 22. Mai 2016 gegen zwei Uhr nachts zwei selbstgebaute Molotowcocktails in eine Asylbewerberunterkunft in der Zwickauer Kopernikusstraße geworfen.

Gericht sieht Mordvorsatz

Das Gericht sah in seiner Urteilsbegründung die Mordmerkmale Heimtücke, niedrige Beweggründe und gemeingefährliche Mittel als erfüllt an. Die Kammer erkannte bei dem Täter eine rechte Gesinnung und Nähe zu den sogenannten Reichsbürgern. Strafmildernd wirkte sich aus, dass der Angeklagte ein Geständnis abgelegt hatte, Reue zeigte und nicht vorbestraft war. Mit seinem Urteil blieb das Gericht zwischen dem Antrag der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung. Die Anklage hatte fünf Jahre Haft gefordert. Der Täter habe unbekannte Menschen der Gefahr des Todes ausgesetzt, sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer. Der Verteidiger des Beschuldigten hatte auf höchstens vier Jahre Haft plädiert.

In Zwickau steht ein Mann vor Gericht, der im Mai einen Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim verübt haben soll
Der Angeklagte im Gespräch mit seinem Verteidiger kurz vor der Verhandlung. Bildrechte: MDR/Monika Taubert

Dass der Anschlag nicht in einer Katastrophe endete, ist einem Bewohner der Flüchtlingsunterkunft zu verdanken. Vor Gericht schilderte der Mann aus Pakistan noch einmal die Geschehnisse der Tatnacht. Er war auf den Flur getreten und hatte sofort das Feuer bemerkt. Panisch geworden, verständigte er den Wachschutz. Dabei rutschte er im Hausflur aus und zerschnitt sich an den zerborstenen Molotowcocktails die Hand. Andere Personen aus dem Gebäude kamen durch das Feuer nicht zu Schaden. Insgesamt entstand ein Sachschaden von etwa 500 Euro.

Über dieses Thema berichtete MDR SACHSEN auch im Radio und Fernsehen: MDR 1 RADIO SACHSEN | 07.03.2017 | 16:30 Uhr
MDR SACHSENSPIEGEL | 07.03.2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. März 2017, 16:27 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

33 Kommentare

09.03.2017 16:07 Mediator an Menthox (32) 33

Lieber Menthox, auch Sie tun so, als ob <einmal auf die Nase hauen> vor Gericht immer zum gleichen Urteil führen würde. Dem ist nicht so.
Jedes Gericht würdigt höchst individuell die Tat, Begleitumstände der Tat sowie die Person des Täters. Dies fließt in die Strafhöhe ein, die sich an den entsprechenden Normen des Strafgesetzes orientiert.
Dass jedes Gericht solche Fakten ein wenig unterschiedlich gewichtet liegt daran, dass Menschen und keine Urteilsroboter Recht sprechen.
Wenn Sie und "B" also so tun, als ob Ausländer für gleiche Straftaten generell geringer bestraft würden als Deutsche, dann sollten Sie dies auch belegen. Belegen liese sich so etwas aber nur mit einer Studie, die SERIÖS und mit JURISTISCHEM SACHVERSTAND eine große Zahl von Fällen betrachtet und sicherlich nicht durch das Studium von Zeitungsartikeln.
Wie oft sieht man Kopfschütteln über Urteile, die weder tat- noch schuldangemessen scheinen. Die Verurteilten sind häufig DEUTSCHE. Also seien Sie einmal fair.

09.03.2017 15:17 Menthox 32

Ich glaube die Dauerempörten haben immer noch nicht begriffen was "B" meint?!
Also noch mal. Wo bitte ist der Unterschied zwischen einem Deutschen der Moslems hasst und deren bewohnte Unterkunft anzündet und dem Moslem der seine Unterkunft/Mitbewohner hasst und seine bewohnte Unterkunft anzündet?!? Beides sind vor dem Gesetz Brandstifter mit niederen Beweggründen! Wieso also unterschiedliche Urteile? Politische Erziehung der Restsachsen? Absolut nicht förderlich für die politische Stimmung.

09.03.2017 10:04 Mediator an B 31

Jetz kommen Sie mal wieder runter, man merkt ihnen ja die Aufregung schon beim schreiben an!

Glauben Sie wirklich, dass Flüchtlinge keine strafrechtlichen Konsequenzen zu befürchten haben, wenn sie Straftaten begehen? Falls ja, dann sollten Sie sich einfach einmal RICHTIG informieren.

Vor Gericht werden aber in der Regel nie völlig identische Fälle verhandelt. Nur weil es irgendwo gebrannt hat und es einen Brandstifter gab, muss das Urteil nicht gleich ausfallen.

Wer mitten in der Nacht, heimtückisch die Unterkunft von schlafenden Menschen anzündet, der muss mit Sicherheit anders bestraft werden, wie jemand der einen Heuschober auf freier Pläne angezündet hat.

Wie wäre es, wenn Sie einfach akzeptieren würden, dass der verurteilte Täter ein gewissenloser Verbrecher ist und dass er für versuchten 15 fachen Mord mit 4 Jahren sehr glimpflich davongekommen ist.

Diese Fakten können Sie wohl kaum leugnen, auch wenn Sie kein Freund der aktuellen Flüchtlingspolitik sind.

08.03.2017 20:26 Triebischtaler Müller 30

@29, B: Ihre Aufregung darüber, dass hier ein krimineller Brandstifter aus Sachsen vor Gericht steht, spricht Bände über Sie.

08.03.2017 20:11 B 29

@ 2 7 ich habe nichts dagegen aber gleiches recht für alle Brandstifter, kann man dies begreifen ???? auch von den kriminellen brandstifter von Asylanten nicht nur deutsche !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
aber in deinen Augen wo gut Menschen..........
Mordversuch , ja Düsselddorf bei seinen eigenen Leuten die er auf dem gewissen hat der Asylant , noch Fragen dazu ??????? Nochmals extra für dich in Chemnitz, Asylheim mit mehreren Leuten dort drinn wurde Zimmer angezündet für
22. 000 .- Euro Schaden u s w. hat auch seine eigenen Leute in Gefahr gebracht , also überlegen was man schreibt !!!!!!!

08.03.2017 19:57 Muldental 28

Wer nachts Häuser anzündet und in Kauf nimmt, dass Menschen verbrennen, der gehört weggesperrt. Und zwar möglichst lange. Solche Leute sind gefährlich für uns alle.

Ich kann es nicht nachvollziehen, wie man sowas noch schönreden oder relativieren kann. Wer für solche Schwerstverbrecher noch Sympathie hat, der scheint wohl selber kriminell veranlagt zu sein. Null Toleranz für solche Menschenhasser!

08.03.2017 19:48 Jakota43 27

@ 23, schreibt "Lass Sachsen aus dem Spiel".

Haha, das hätten Sie wohl gerne. Der Täter, um den es hier geht, kommt aus Sachsen. Die Brandstiftung passierte in Sachsen. Der Prozess findet in Sachsen statt.

Da kann man dann wohl nicht Sachsen aus dem Spiel lassen, oder?

Schlimm, wie hier versucht wird, vom Hauptthema dieses Artikels abzulenken. Warum nur? Haben Sie etwas dagegen, dass der kriminelle Brandstifter gefasst worden? Dass er aus Sachsen kommt und sich jetzt für den Mordversuch verantworten muss?

08.03.2017 19:47 Mediator an Phrasenhasser (22) 26

In Sachsen brennt es ja, wenn man nur die Meldungen auf MDR verfolgt, erstaunlich häufig und heftig. Sicherlich sind etliche dieser Brände ganz normale Haushaltsunfälle oder technische Defekte und nur wenige sind gelegt.

Sie sollten vorsichtig sein, so zu tun, als wären alle Brände in Flüchtlingsunterkünften Brandstiftungen. Technische Defekte, Unachtsamkeiten oder schlicht Überlastung von Stromkreisen ist wohl in den meisten Fällen, wie auch bei uns Deutschen die Ursache wenn es brennt.

Warum man solche Fälle anführen muss, nur um die Tat eines feigen Kriminellen zu relativieren, der Nachts versucht hat 15 Menschen im Schlaf zu ermorden, dass leuchtet mir nur ein, wenn ich Ihnen unterstelle Sympathien mit der Tat und dem Täter zu haben.

Manchmal sollte man einfach mal betroffen schweigen, wenn wieder einmal ein Deutscher Mitbürger aus Hass und Rassismus zum Kriminellen wurde und nicht reflexartig schreien: <Aber die Linken - die Flüchtlinge - die sind viel schlimmer>

08.03.2017 19:34 Wolfgang 25

@24 Sie meinen es nicht im Ernst.? Sie schreiben explecit 4 Jahre für versuchten Mord als viel zu hoch und das , nicht nur, habe ich schon begriffen. So wie Sie sich u.a. In 16 ausdrücken ist es, vorsichtig ausgedrückt, eine Verharmlosung einer rechtsextremistischen Tat. Warum?

08.03.2017 15:38 dietmar müller 24

@18.Sie verstehen es nicht.Es gibt schlimmere Fälle wo Menschen zu schaden kommen und die Täter werden weniger bestraft.Das begreifen Sie nicht.