Region Chemnitz

"Da ist was in Sicht" : Insolvenzverwalter macht Plamag Hoffnung

Der Insolvenzverwalter der ehemaligen Manroland-Tochter Plamag in Plauen hat dem vogtländischen Standort Hoffnung gemacht. Er sei zuversichtlich, dass er dem Betrieb bald einen Investor vorstellen könne, sagte Werner Schneider am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Augsburg. "Da ist was in Sicht." Er rechne außerdem fest damit, dass schon bald wieder Mitarbeiter eingestellt werden könnten. Der Stellenabbau im Zuge der Insolvenz verschaffe dem Standort Plauen einen Kosten- und Wettbewerbsvorteil. Zudem sei die Plamag nicht nur als Zulieferer für Augsburg wichtig, sondern werde auch zu einer verlängerten Werkbank für diverse Unternehmen aus anderen Branchen, erklärte Schneider.

Entsetzen im Vogtland

Manroland hatte im November Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Das Insolvenzverfahren war am Mittwoch eröffnet worden. Rund 2.000 Menschen verloren an den drei deutschen Standorten ihren Job, in Plauen wurde rund die Hälfte der 700 Stellen gestrichen. Während rund 350 Mitarbeiter im neu firmierten Werk Plamag Mechatronics weiterbeschäftigt werden, wechselten die anderen zum 1. Februar in eine Transfergesellschaft.

In Plauen hatten die Insolvenz und der hohe Stellenabbau für Entsetzen gesorgt. Der Druckmaschinenhersteller war der größte Arbeitgeber im Vogtland. Zuletzt hatte für Aufsehen gesorgt, dass zwar die Auszubildenden ihre Lehre in Plauen beenden können, ihre Lehrausbilder aber Ende April gehen müssen. Der Leiter der Ausbildungsstätte, Bodo Neubauer, sagte dazu dem SACHSENSPIEGEL, das letzte Wort sei noch nicht gesprochen. Denn als Arbeitgeber sei man verpflichtet, Ausbilder zu beschäftigen, wenn man Auszubildende hat. Auch Betriebsrätin Petra Benecke sagte, die Zukunft der Ausbilder in Plauen sei noch offen. Am 6. Februar soll es dazu ein Gespräch mit dem Insolvenzverwalter geben.

Zuletzt aktualisiert: 02. Februar 2012, 18:32 Uhr

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