Region Chemnitz

Vertragsunterzeichnung nächste Woche : Interessent für Plamag gefunden

Der Druckmaschinenhersteller Plamag in Plauen hat einen Interessenten gefunden. Das bestätigte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Alexander Görbing, MDR 1 RADIO SACHSEN. Der Vertrag könne in der zweiten Hälfte der kommenden Woche unterschrieben werden. Um wen es sich bei dem Interessenten handelt und andere Einzelheiten wollte Görbing noch nicht mitteilen. Es sei aber "nicht davon auszugehen, dass es einen weiteren Stellenabbau geben wird", sagte Görbing mit Blick auf die bereits "verschlankte Struktur".

Interesse aus Niederwürschnitz

Mitte März war bekannt geworden, dass das Maschinenbauunternehmen MN aus Niederwürschnitz Interesse an einer Übernahme bekundet hat. Der Geschäftsführer von MN, Günther Bessinger, sagte MDR 1 RADIO SACHSEN damals, man habe ein Konzept für den Erwerb von Plamag eingereicht. Dieses sehe vor, alle Arbeitsplätze zu erhalten.

Ursprünglich wollten die Lübecker Possehl-Gruppe und die Berger-Holding die Plamag gemeinsam übernehmen. Der Automobilzulieferer Berger hatte allerdings im März erklärt, nicht mehr in Plauen einsteigen zu wollen. Damit kam auch die Possehl-Gruppe vorerst nicht zum Zuge, weil sie nicht das gesamte Plauener Werk kaufen wollte. Der Verkauf war damit gescheitert.

Land bietet finanzielle Hilfen an

Die Manroland AG hatte im November 2011 Insolvenz angemeldet. Zuvor hatten Haupteigner Allianz und MAN beschlossen, kein Geld mehr in das verlustreiche Unternehmen zu investieren. Nach dem Auslaufen des vorläufigen Insolvenzverfahrens wurden in der Unternehmenstochter Plauener Maschinenbau-Gesellschaft zum 1. Februar 350 der 700 Beschäftigten entlassen. Um das Werk zu retten, bietet der Freistaat Sachsen potenziellen Plamag-Käufern finanzielle Hilfen an.

Zuletzt aktualisiert: 20. April 2012, 13:12 Uhr

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