Vor dem Amtsgericht Zwickau sind inzwischen zwei der Störer angeklagt: Benjamin Przybylla (AfD) muss sich wegen Hausfriedensbruchs verantworten. Ein weiterer Angeklagter steht wegen Hausfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung vor Gericht
Bildrechte: Jana Merkel/MDR

Prozess nach Zwickauer Gefangenenmeuterei 17-Jähriger räumt Vorwürfe ein

Vor dem Amtsgericht Zwickau sind inzwischen zwei der Störer angeklagt: Benjamin Przybylla (AfD) muss sich wegen Hausfriedensbruchs verantworten. Ein weiterer Angeklagter steht wegen Hausfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung vor Gericht
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Wegen eines versuchten Gefängnisausbruchs stehen seit Donnerstag drei Männer in Zwickau vor Gericht. Die Anklage lautet auf Gefangenenmeuterei. Zwei 22-Jährige und ein 17-Jähriger sollen demnach am späten Abend des 10. Oktober 2016 durch eine manipulierte Essensklappe aus ihrer Zelle in der JVA Zwickau geklettert sein und sich mit zwei Tischbeinen bewaffnet haben. Der jüngste Angeklagte bestätigte die Vorwürfe vor dem Amtsgericht Zwickau.

Blutlache stoppt Ausbruchsversuch

Demnach habe der dritte Angeklagte unter dem Vorwand, eine Kopfschmerztablette zu benötigen, einen Wärter herbeigerufen. Er selbst habe dann den Aufseher auf den Kopf geschlagen und diesen schwer verletzt. Er sagte weiter, als er die Blutlache gesehen habe, sei er geschockt gewesen und habe den Ausbruchsplan fallen lassen. In seiner Aussage bezeichnete der Jugendliche einen seiner Mitangeklagten als Drahtzieher des Ausbruchsversuchs. Die anderen beiden Männer machten bei Prozessauftakt zunächst keine Angaben.

Quellen: dpa/lam

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.10.2017 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2017, 20:09 Uhr