Bundesjustizminister Heiko Maas spricht am 01.05.2016 in Zwickau auf der Kundgebung zum 1. Mai.
Trillerpfeifen, Buh-Rufe und Pöbeleien bei der Rede von Bundesjustizminister Heiko Maas. Er blieb trotz der Provokationen ruhig. Bildrechte: MDR/Gert Friedrich

Lautstarker Protest Justizminister Maas bei Mai-Rede massiv gestört

Bundesjustizminister Heiko Maas spricht am 01.05.2016 in Zwickau auf der Kundgebung zum 1. Mai.
Trillerpfeifen, Buh-Rufe und Pöbeleien bei der Rede von Bundesjustizminister Heiko Maas. Er blieb trotz der Provokationen ruhig. Bildrechte: MDR/Gert Friedrich

Eine Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Zwickau ist am 1. Mai von rund 100 Personen massiv gestört worden. DGB Regionsgeschäftsführer Ralf Hron sprach von offensichtlich rechtsextrem motivierten Menschen. Es dürfe nicht sein, dass friedliche Veranstaltungen von Gewerkschaften angegriffen werden. Die DGB-Aktion auf dem Hauptmarkt in Zwickau stand unter dem Motto: "Zeit für mehr Solidarität." Als Gastredner war auch Bundesjustizminister Heiko Maas eingeladen. Seine Rede war durch Pöbeleien und Zwischenrufe kaum zu verstehen. Er hielt sie dennoch vollständig.

Ich bin entsetzt! Ich habe so etwas noch nicht erlebt auf meinen Mai-Veranstaltungen, die ich seit 1992 organisiere. Das ist traurig, dass man den 1. Mai als Tag der Arbeit versucht hat, so zu stören.

Sabine Zimmermann, DGB-Gewerkschaftssekretärin

Der Minister hatte die Polizei aufgefordert nicht einzuschreiten. Die Beamten wurden jedoch aktiv, als die Störer mit Plakaten vor die Bühne drängten. Gleichzeitig bildete sich spontan eine Menschenkette, um die Tribüne abzuschirmen.

Zahlreiche Mai-Kundgebungen im Freistaat

In Sachsen beteiligten sich laut DGB rund 18.000 Menschen an Kundgebungen zum 1. Mai. Landesweit gab es am Tag der Arbeit 15 Veranstaltungen. Bezirksvorsitzende Iris Kloppich forderte in Annaberg-Buchholz, Altersarmut zu verhindern. Voraussetzung dafür seien anständige Einkommen, Lohndumping müsse der Vergangenheit angehören.

Zuletzt aktualisiert: 01. Mai 2016, 18:18 Uhr

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73 Kommentare

03.05.2016 14:44 Das hätten Sie wohl gerne 73

@02.05.2016 17:15 Nachfahre (Aus Ihrer Stasiakte auf den moralischen Zustand von 17 Mio. Menschen schließen zu wollen, ist hochgradig lächerlich. Erst recht angesichts der Tatsache, daß diese Menschen dieses System friedlich hinweggefegt haben.) - Bei etwa 8-10 Prozent der Bevölkerung, die in das Stasi-System tätig verwickelt waren, sind wohl eher ihre Ausführungen lächerlich, zumal dieser Punkt mehr als nur gut belegt ist. Nicht einmal Gestapo und NKWD habe solche Zahlen vorweisen können. Und "hinweggefegt" haben etwa 5 Prozent der Bevölkerung der DDR das System - die restlichen 95 haben abgewartet, eingekauft und finden heute, daß das "Alles" gar nicht so "schlecht war". Auch das ist belegt und wissenschaftlich nicht strittig. Und es deckt sich mit meinen Erfahrungen und zwar perfekt. Da kann ich also #42 nur recht geben. Seine Bewertung eingeschlossen: Es ist zum Ko.zen.

03.05.2016 14:33 Das sehe ich präzise genauso 72

@03.05.2016 13:01 ralf meier (70Wer das wollte, kann jetzt zufrieden sein. Ich finde einige Aussagen des Artikels wie 'die Bühne mußte geschützt werden' oder auch 'Herr Maas hielt seine Rede dennnoch vollständig' irritierend. Der MDR selbst schrieb vor zwei Tagen: 'Es gab keine körperlichen Übergriffe....die Polizei mußte nicht einschreiten...Herr Maas habe seine Rede verkürzt'. Wer sich eine objektive Meinung machen will, schaut sich am besten die diversen Videos im Internet vom 'Auftritt' des Herrn Maas an. Da kann man auch überprüfen, ob tatsächlich nur '100 Rechtsextreme pöbelten'.) - Sie legen den Finger auf den Punkt. Und einmal mehr kann man der "interpretierenden Berichterstattung" der Medien nur ausweichen, in dem man sich selbst einen Überblock verschafft. Handliche Medientechnik hat durchaus demokratische(n) Vorteile und Nutzen. Wofür ich "Medien" (sic!) mitbezahle, die offensichtlich manipulativ berichten, ist mir ohnehin schleierhaft.

03.05.2016 13:03 Marco 71

".... offensichtlich rechtsextrem motivierten Menschen."
Die Leute sind einfach von der Politik "MAASLOS" enttäuscht.

03.05.2016 13:01 ralf meier 70

Wie oft wurden in den letzten Monaten massive Störaktionen gegen asylkritische Demonstrationen in den Medien mit Schlagzeilen wie 'Aktivisten demonstrierten laut und friedlich für mehr Toleranz' kommentiert. In den Foren wurde das Niederbrüllen von Rednern mit widerlichen Hassparolen und lautem Lärm gerne als 'Meinungsäußerung' verharmlost. Nun kommt der Hass, den diese Menschen gesät haben zurück. Wer das wollte, kann jetzt zufrieden sein. Ich finde einige Aussagen des Artikels wie 'die Bühne mußte geschützt werden' oder auch 'Herr Maas hielt seine Rede dennnoch vollständig' irritierend. Der MDR selbst schrieb vor zwei Tagen: 'Es gab keine körperlichen Übergriffe....die Polizei mußte nicht einschreiten...Herr Maas habe seine Rede verkürzt'. Wer sich eine objektive Meinung machen will, schaut sich am besten die diversen Videos im Internet vom 'Auftritt' des Herrn Maas an. Da kann man auch überprüfen, ob tatsächlich nur '100 Rechtsextreme pöbelten'.

03.05.2016 12:50 Möwe 69

Wer schreit hat Recht, das ist schon länger Programm.

03.05.2016 12:44 Möwe 68

#65 Horst, Nur einer weis was los ist und das sind Sie.

03.05.2016 12:34 Helen 67

Zu 65,bist nicht Du das,der immer so viel Wert auf gutes Benehmen legt?Misst Du hier nicht mit 2 Maßstäben?Man schreit einen Menschen nicht nieder,das macht vielleicht die Antifa,aber doch keine Leute die den Anspruch haben das Volk zu sein!Oder besteht unser Volk aus lauter Schreihälsen? Sicher nicht.Auch nicht die Sachsen.

03.05.2016 12:23 Dresden 66

Zu 65: Verlassen Sie sich darauf, das ich selber auch nachprüfe. Es ging auch keineswegs darum, jemanden in seiner Meinungsfreiheit einzuschränken. Das ist auch nie geschehen. In Deutschland darf laut Grundgesetz fast alles gesagt werden, nur eben Verleumdung, Beleidigung, Volksverhetzung, diskriminierende Aussagen nicht. Übrigens über falsche Gerüchte wurde bereits mehrfach unter anderem im MDR berichtet.

03.05.2016 11:32 Horst 65

an 62: Sie müssen einmal gelegentlich Ihre Wohnung verlassen, um zu sehen was in der Welt und in Deutschland so geschieht! Man kann auch selbst einmal nachprüfen, was an Gerüchten so wahrheitsgemäß ist. Der mündige Bürger hat das Recht, über Sachen die ihm nicht gefallen, seinen friedlichen Unmut zu äußern. Das falsche Beispiel machen ja die linksextremen Chaoten, die ihren Unmut in schwere Sachbeschädigungen ausarten lassen!

03.05.2016 10:36 Harry 64

Trillerpfeifen und Ausbuhen ist doch eigentlich beste Gewerkschaftstradition. Jetzt hat mal nicht die bestellte Claque zur Trillerpfeife gegriffen, so what. Wenn zwei das gleiche tun ist es bei den Spezialdemokraten offensichtlich noch lang nicht das selbe.