Pfingsten : Freiberg feiert Einzug der Reformation
Mit einem Gottesdienst im Freiberger Dom St. Marien ist der Einzug der Reformation vor 475 Jahren gefeiert worden. Unter Leitung des Domkantor Albrecht Koch wurde die sogenannte Reformationskantate von Johann Sebastian Bach gespielt. Die Predigt zu Beginn des Gottesdienstes hielt Superintendent Christoph Noth. Oberlandeskirchenrat Peter Meis erinnerte in seinem Grußwort an das besondere lokale Reformationsgeschehen.
Freiberg gilt als Vorreiter bei der Reformation. Zwei Jahre früher als die umliegenden Gebiete der sächsischen Landeskirche hat die Reformation seinerzeit Einzug in die Bergstadt gehalten. Zum Trinitatisfest am 27. Mai 1537 wurde nach Angaben der Landeskirche der evangelische Gottesdienst in allen Kirchen der Stadt eingeführt.
Herzog Heinrich erleichtert Reformationsbewegung
Entscheidend bei der frühen Einführung der Reformation war nicht nur die Anhängerschaft für Luthers Lehren in den Ratsfamilien und bei den Bergleuten, sondern die durch Luthers Predigten geprägte Überzeugung von Herzog Heinrich. Anders als sein Bruder Georg ließ er die Religionsfreiheit für seinen Bereich der Herrschaft in Freiberg und Wolkenstein im Jahre 1536 zu. Insbesondere dessen Gemahlin Katharina versammelte die evangelische Gemeinde um sich, in der Jacob Schenk als Hofprediger und Kaplan der Herzogin wirkte. Nach dem Tode Herzog Georgs und dessen Erbe durch Herzog Heinrich weitete sich die Reformation im gesamten Herzogtum Sachsen aus, erklärte die Landeskirche.
Chemnitzer Jakobikirche fertig saniert
In Chemnitz wird unterdessen noch bis 31. Mai der Abschluss der jahrzehntelangen Sanierung der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi gefeiert. Die Landeskirche erklärte dazu, die mehr als 800 Jahre alte Kirche sei jetzt eine offene Citykirche mit vielfältigen Angeboten und eine Kontaktstelle für christliche Fragen im Chemnitzer Raum. Den Pfingstgottesdienst am Sonntag, der bei MDR FIGARO übertragen wird, hält Landesbischof Jochen Bohl.




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