Erzgebirge Rohstoff-Erkundung aus der Luft

Im Erzgebirge sollen weiterhin Rohstoffe aus der Luft erkundet werden. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) will mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) in einem 110 Quadratkilometer großen Gebiet um Geyer wie schon im Herbst 2013 mit einem Hubschrauber und einer speziellen Messsonde den Boden scannen. Ziel des Projekts sei nach Angaben des HZDR die Entwicklung von Methoden zur Erkundung von Rohstoffvorkommen. In dem Untersuchungsgebiet sollen unter anderem Zinn, Kupfer, Eisen, Blei, Silber und Indium vorkommen - Rohstoffe, die in vielen Industriezweigen eingesetzt werden. Sie sollen in einer Tiefe von bis zu 500 Meter nachgewiesen werden.

Der nächste Flugeinsatz mit einer neuen Sonde findet voraussichtlich in der Woche vor Pfingsten statt. "Dieses System kann die Änderungen des Erdmagnetfelds registrieren. Es ist deutlich empfindlicher und wir erhoffen uns davon eine höhere Auflösung", erklärt Projektbetreuer Bernhard Siemon vom BGR. Die ersten Ergebnissen könnten zwar schon in "bunte Bilder gewandelt werden", doch es sind weitere Informationen notwendig, um beispielsweise Zinn- und Kupfererz zu unterscheiden.

Zusätzlich wird die TU Bergakademie Freiberg von April bis Juni seismische und elektromagnetische Bodenuntersuchungen durchführen. An dem Projekt ist neben der BGR, dem HZDR und der Bergakademie auch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie beteiligt.

Zuletzt aktualisiert: 16. April 2015, 10:31 Uhr

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1 Kommentar

16.04.2015 11:27 fcbrwe 1

Mit dem Ende der DDR konnten nicht schnell
genug die Bergbauaktivitäten im Erzgebirge
zerschlagen werden. Welche gierigen und
fettigen Hände werden jetzt danach wieder
ausgestreckt? Wer wird jetzt über Nacht zum
Privatbesitzer der Vorkommen?