Geyerscher Wald Sonde scannt Erzgebirge nach Rohstoffen

Geowissenschaftler gehen jetzt im Erzgebirge mit dem Hubschrauber auf Rohstoffsuche. Seit Dienstag kreist die Maschine über dem sogenannten Geyerschen Wald. In 100 Meter Höhe fliegen die Wissenschaftler über das 110 Quadratkilometer große Gebiet. Zwei Wochen lang wollen sie in dem alten Bergbaugebiet nach Rohstoffen wie Zinn, Wolfram, Zink und Indium suchen. Eigentlich braucht der Hubschrauber für die Fläche sieben Tage - in die zwei Wochen sind auch Tage mit schlechten Witterungsbedingungen eingerechnet. Zuständig für das Forschungsprojekt sind das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Weitere Flüge geplant

Um die Rohstoffe aufzuspüren, kommt eine zehn Meter lange Sonde zum Einsatz. Sie reagiert auf elektromagnetische Signale aus dem Untergrund. Die Daten geben Aufschluss auf die Leitfähigkeit der Bodenstoffe und damit auf die im Gestein verborgenen Erze. Anders als bei den seit Jahren praktizierten Erkundungsbohrungen greift die Rohstoffsuche per Hubschrauber nicht in den Boden ein und deckt die gesamte Fläche ab. Die Wissenschaftler wollen den Boden zunächst bis zu einer Tiefe von etwa 150 Metern erkunden. In den kommenden zwei Jahren sind weitere Flüge geplant, bei denen die Untersuchungen dann bis zu 500 Meter tief in die Erde reichen sollen. Ergänzend dazu soll es seismische Untersuchungen des Geländes geben.

Ziel der Untersuchungen ist laut Helmholtz-Zentrum, ein dreidimensionales geologisches Modelle der potentiellen Lagerstätte um Geyer zu erhalten. Die Rohstoffe im Erzgebirge sind für viele Industriezweige und Anwendungen wichtig. So wird beispielsweise Zinn in der Mikroelektronik und Zink in der Metallindustrie benötigt.

Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2013, 18:04 Uhr

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